Küchenaphorismen_oder: Ein paar Apfelkräppla gehen immer

KochkunstJa, es gehört zu meinen liebsten Sonntagnachmittag bis -abendbeschäftigungen mich mit einigen Kumpels und Kumpelinen zum gemeinsamen Essen zu treffen. Nicht nur, dass wir dabei das Weltbeste Chicken Marsala produzieren, dazu gefrorenen Gin mit Gurkenscheiben trinken und danach feststellen, dass im Magen eigentlich noch Platz für ein paar aecht fränkische „Apfelkräppla“ (für alle Nichtfranken, dass sind in Pfannkuchenteich ausgebackene Apfelscheiben mit reichlich Vanilleeis und seeeehr viel Sahne!) ist – nein – wir entdecken dabei ziemlich regelmäßig auch wahre Pretiosen aus der Gattung „Küchenaphorismen“!

Es ist einfach erstaunlich, wie viel Wasser man in Vanillesauce geben kann, ohne dass es die eigene Zunge merkt – immer vorausgesetz man vergisst am Ende nicht 200 gramm Zucker, ein schönes Stück Butter und fünf Eigelb auf den Viertellieter Milch zu geben…“.

Das Märchen vom Hirsebrei hat seinen Namen zurecht, das Zeug vermehrt sich wirklich wie durch Zauberhand…“

Mann kann nie genug Töpfe haben…wenn er jetzt auch noch die Kochplatten dazu hat, bin ich zufrieden!“

Pfannen mit wackelnden und sich windenden Plastikhenkeln sind nicht kaputt – sie erhöhen lediglich den Event-Faktor beim Kochen!“

Schnaps ist der neue Küchenwein!“

Es gibt unterschiedliche Linsen – manche brauchen zum Kochen 10 Minuten, mit den anderen bist Du den ganzen Tag beschäftigt…“

Der Abwasch gehört zum essen, leider schmeckt er nicht!“

Glühwein ist kein Grillanzünder!“

Kinder an den Herd, dann sind sie aufgeräumt!“

Mein Ofen kann nur zwei Dinge: Heiß und Heißer!“

Warum brennt das grüne Licht da? – Keine Ahnung aber es macht sich hübsch zu den Chillies die ich gerade in den Griesbrei getan hab…“

Wenn’s überkocht ist’s fast fertig!“

Zwiebeln müssen schwitzen!“

Eiweiß ist das eklige Glibberzeug im Ei, das für nix gut ist!“

 

…und zum Saisonabschluss: Spirelli mit weißem Spargel an Zitronen-Butter Sauce

Spirelli mit Spargel an Zitronen Butter Sauce 1Johanni ist vorbei, der Spargel auch…

Zum Saisonabschluss hab‘ ich mir heut nochmal ein kleines Abendessen aus Spirelli mit weißem Spargel an Zitronen-Butter Sauce gegönnt.

 

Herrlich leicht und schnell gemacht!

 

Zutaten:

4-6 weiße Spargelstangen (gekocht oder roh) in kleinen Stücken

1 Zitrone (Zesten und Saft)

1 großes Stück Butter (ca. 70 Gramm)

1 Eßl Zucker

1 Eßl Pflanzenöl

Salz & Pfeffer zum abschmecken

 

Gekochten oder rohen Weißspargel (vorher Schälen) in kleine Stücke schneiden und mit etwas Öl kurz anbraten und auf eine Wärmeplatte zur Seite stellen

Zesten und Saft 1 Zitrone mit etwas Zucker in einer Pfanne leicht einreduzieren lassen, etwas Pfeffer hinzugeben, mit einem großen Stück kalter Butter abbinden.

Gekochte Spirelli und Spargel hinzugeben, ein, zweimal durchschwenken, fertig!

 

 

Ghori Yoshd – die afghanische Alternative zu Schäuferla, Schnitzel und Co.!

Ghori Yoshd

Ghori Yoshd

(Gemüse-Eintopf auf afghanische Art)

Für 4 Personen:

3-4 Eßl. Sonnenblumen- oder Rapsöl

4 mittelgroße Kartoffeln

1 rote Paprika

2 mittelgroße Zwiebeln

½-1 Hand voll getrocknete rote! Berberitzen (ergeben einen fein-säuerlichen Geschmack), Vorsicht: die häufig angebotenen braunen oder schwarzen Berberitzen sind zumeist stark geräuchert und für dieses Gericht vollkommen ungeeignet.

1 Limone frisch (im Original 3-4 getrocknete Limonen)

1 Hand voll Mandeln, ungeschält

200 gr Butter (wer’s herzhafter will: Butterschmalz oder Ghee)

Wasser

4 Eßl. Madras-Curry (leicht scharf)

1 Eßl. Paprikapulver (je nach Geschmack mild oder scharf)

Pfeffer, Salz, Muskat, Zimt

1 -2 Tassen Joghurt (im Original von Ziege oder Schaf, alternativ etwas Ayran (leicht säuerlich), wenn dieser verwendet wird etwas weniger Salz hinzugeben)

Je nach Geschmack 1-2 Eßl. Semmelbrösel

1 Knoblauchzehe

1 Eßl. fein gewürfelter Ingwer

Beilagen:

Basmatireis, mit Butter und Safran gekocht

Chapatis

Zubereitung:

Die Originale Zubereitung erfolgt in einem irdenen oder blechernen Topf, welcher über Nacht in die Glut eines erlöschenden Feuers gestellt, und mit Asche abgedeckt wird. Alternativ kann das Gericht in einem Schmortopf (hierfür einfach alle Zutaten zusammen in einen Schmortopf geben und ca. 2-3 Stunden bei mittlerer Hitze (ca. 160-180°C) ins Ofenrohr geben, ggf. nachsehen ob Flüssigkeit benötigt wird , damit nichts ansetzt gelegentlich umrühren).

Die Zubereitung auf dem Herd erfolgt wie folgt:

Öl in einer Pfanne erhitzen, währenddessen ungeschälte Mandeln grob würfeln und anbräunen. Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln säubern, in grobe Stücke schneiden und in die Pfanne geben. Gegen Ende des Anbräunens fein geschnittenen Knoblauch und Ingwer hinzugeben. Mit Wasser bedecken. Joghurt, Butter (Butterschmalz, Ghee), Berberizen, 1-2 Eßl Semmelbrösel (gibt eine noch cremigere Konsistenz und spart Joghurt) und Gewürze hinzugeben.Geriebene Schale der Limone hinzugeben, Saft der Limone auspressen und hinzugeben, die ausgedrückte Limone mitkochen (alternativ kann man 3 -4 aufgeschnittene getrocknete Limonen mitkochen, diese sind in Nordeuropa jedoch sehr schwer aufzutreiben und müssen ggf. vorher eingeweicht werden). Gericht langsam einkochen lassen bis Kartoffeln gar sind. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzugeben.

Als Beilagen werden mit Safran und Butter gekochter Basmatieis (dieser sollte im Optimalfall am Boden eine leicht braune Kruste aufweisen…dies erfordert etwas Übung, auf 1 Tasse Reis kommen Tassen Wasser und ein großes Stück Butter, die Kochtemperatur sollte gegen Ende leicht reduziert werden, damit die Kruste nicht anbrennt!) und Chapatis (kleine Pfannkuchen aus etw. Öl, Mehl, Salz und Wasser) gereicht.

…so ich hoff ich hab jetzt nix wichtiges vergessen…wer will kann auch noch ein paar Karotten, Auberginen, etwas Schwarz- oder Kreuzkümmel (im Curry meistens eh schon drinn) o.ä. hinzugeben.

Guten Appetit!