Espresso Marie Antoinette

Manchmal sind des die „kleinen Dinge im Leben“, die einen auf große (und manchmal auch nicht so große) Ideen bringen. In diesem Fall war’s die Nachfrage einer Studentin, die wissen wollte, wer denn da eigentlich auf der „Familienerbstücksbrosche“ abgebildet sei…und weil ich es dann viel zu langweilig fand, ihr einfach nur den Wikipedia-Link zu schicken, hab ich mir gedacht: Warum nicht gleich eine Kaffee-Creation nach der Dargestellten benennen? Schließlich hat ihre Frau Mama, unsere noch immer heißgeliebte Kaiserin Maria Theresia schon lange ihren „Maria-Theresia-Caffé“, warum also nicht auch die Tochter?

Ihr wisst immer noch nicht wen ich mein? Well, lasst es mich mal so versuchen: Sie war der unumschränkte Superstarstar ihrer Zeit, schön, reich und vielleicht auch ein ganz klein wenig naiv, und sie viel tief, als Herrscherin, als Mutter und nicht zuletzt auch als Mensch. Maria Antonia Josepha Johanna von Habsburg-Lothringen, Erzherzogin von  Österreich, Prinzessin von Ungarn, Böhmen und Toskana, spätere Dauphine und Königin von Frankreich und Navarra unter dem Namen Marie Antoinette.

Und sie war ein anerkannter Feinspitz, wie man in ihrer Heimat Wien anstatt „Gourmet“ oder „Leckermaul“ sagen würde. Keine noch so raffinierte Mehlspeise, kein noch so außergewöhnliches Getränk, dass sie und ihre Köche nicht um eine entscheidende Nuance bereichert hätten. Vielleicht hätte er ihr ja geschmeckt, der Espresso Macchiato mit Mandarinensirup, Zimt und Veilchenzucker, den ich mir heute morgen genehmigt habe. Auch wenn ich stark vermute, dass sie die Variante mit Schokolade bevorzugt hätte. Wenn ihr also wieder mal eine Brosche oder eine kleine Miniatur habt, bei der ihr nicht so ganz genau wisst, wer oder was drauf abgebildet ist: immer her damit…vielleicht fällt mir ja noch der eine oder andere Cocktail oder Longdrink ein 😉

Espresso Macchiato Marie Antoinette

Espresso Macchiato „Marie Antoinette“ 

Zutaten:

1 starker Espresso (wienerisch: kleiner Schwarzer)

1/2 Teel. Mandarinensirup

1 Eßl. Milchschaum

etwas Zimt und Veilchenzucker zum garnieren.

Zubereitung:

Mandarinensirup auf den Boden der Tasse oder des Espressoglases geben, mit Espresso auffüllen,    Milchschaum vorsichtig obenauf platzieren so dass ein weißer Punkt mit braunem Rand aus Créma entsteht, mit Zimt und Veilchenzucker garnieren und servieren!

 

 

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Summertime…

Summertime

Summertime

Summertime and the livin‘ is easy„, so steht es  im von Heyward DuBose verfassten Libretto der 1935 von George Gershwin komponierten „American folk opera“ Porgy and Bess…

Ich hingegen konnte den Sommer trotz, oder vielleicht gerade wegen der diversen geistigen Aussetzer falschbrüstiger Wettermoderatorinnen, welche im Privatfernsehen schon Ende Februar von Sommer, Party, Sonneschein faseln und einem einen dringend Kurztrip an die türkische Riviera zum „Sonnetanken“ empfehlen noch nie ab. Es ist heiß, man schwitzt und eigentlich möchte man sich für vier bis fünf Monate im Jahr nur noch ins nächste Baggerloch oder auf den Vatnajökull verziehen. Ja, es ist eben ein echter Eiszeit-Neandertaler an mir verlorengegangen ;-).

Manchmal gibt es sie dann aber doch, die lauen Sommerabende an denen langsam die Sterne aus dem graublauen Nachthimmel auftauchen, das Temperaturniveau wieder auf ein menschenwürdiges Maß sinkt, der Mond durch die Zweige des Apfelbaums spickt und im Nachbarsgarten eine Nachtigall mit ihrer Galavorstellung beginnt. Dann schnappe auch ich mir ein paar Lampions, und – je nach Temperatur – ein gutes Glößchen Vino Nobile aus Montepulciano, einen Rosé aus Sancerre oder doch einen furztrockenen Chablis, setze mich in meinen begrünten Innenhof, ziehe mir Händel, Porpora oder eben auch die gute alte Ella Fitzgerald rein (ich liebe die Berliner Aufnahme mit dem the Tee Carson trio von 1968!) und genieße mein ganz privates „summer feeling“.

Summertime,
And the livin‘ is easy
Fish are jumpin‘
And the cotton is high…

The day’s aphorism 12 or : how to make a fortune…or to get rich…or to be an entrepreneur…or to do a businessplan

Businessplan

Businessplan

Businessplans are post-modern fairytales!

Sektglasikebana – Ikebana in the champagne glass

Ikebana in a Champagne glass

Ikebana in the champagne glass

Sektglasikebana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie ihr sicher schon gemerkt habt bin ich gerade voll in meiner Narzissenphase!

Hier ein kleiner Tip für alle die sich einmal an der Japanischen Kunst des Ikebana versuchen möchten, denen es aber an geeigneten echt japanischen Utensilien dafür fehlt:

Ikebana im Sektglas!

Hat selbst auf dem kleinsten Schreibtisch Platz, macht keine Probleme mit dem Anschneiden der Pflanzenstängel oder dem Hineinprfiemeln in obskure Steckmassen, ist in zwei Minuten fertig und die ganze Pflanze kommt optimal zur Geltung.

PS: Außerdem sieht man hier ganz genau, wenn die Blümchen wieder mal Wasser brauchen!

As you may already have noticed I’m just completely in my „daffodil-phase“!

Here’s a little tip for all of you, who want to take a try on the traditional Japanese art of Ikebana, but don’t posess appropriate Japanese utensils:

Ikebana in the champagne glass!

The whole plant comes to it’s best, There’s place for it even on the smallest desk, it causes no problems with cutting of the stems or complicated pricking into obscure floral-foams. And the best: It’s finished in less then two minutes!

PS: Also, you can see exactly when the flowers once again need some water!

Ideen bei Regen

Blitzgedanken

Blitzgedanken

Morgen ist noch in Unterwäsche. Man sitzt, sieht hinaus, sehnt verlassen nach südlicher Sonne und Sommer, und draußen ist nur kaltgermanisch-vertrauter September in Grau. Vor dem Bett liegt geknickt eine Zeitung; vom Vortag!

Und ich sehe nicht hin. In den Ohren vermischt klingt das Brummen der Morgenbaustelle mit Regen. Und man lehnt sich zurück, schließt schlaftrunkenen und öde die  Augen. 

Sie dich um, und seh‘ nichts! Tritt hinein in den Raum im Dazwischen! 

Und man wartet geduldig im Schwarz. Und die Augen, sie werden zu nutzlosen Klumpen. Kein Außen, nicht jetzt und mit Glück auch für ewig! Der Moment wird zu Zeit, und die Zeit wird zum Ort, und der Ort wird zu Funken.