Herbst!

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Beim Bäcker haben Stollen und Weihnachtsgebäck ihr glanzvolles Debut. Auch auf dem Wühltisch neben der Supermarktkasse blinzeln erste Schokoladenweihnachtsmänner noch schüchtern zwischen übriggebliebenen Halloweenkostümen hervor. Die Bockbieranstiche sind für’s erste (fast und Gott sei Dank!) geschafft.  Statt rauchigem Malz schwängert der Duft der ersten gerösteten Maronen die Innenstadt. Im Domgrund lauern die letzten raschelnden Blätter und schieben sich sanft unter Schuhsohlen.  Die ersten Latte Macchiato Mütter unterbrechen ihre Bestellung von Glühwein und Lebkuchenschokolade für einen entsetzten Blick auf den fashiongeschädigten Nachwuchs der sich endlich und hemmungslos im Laubhaufen suhlt. Als sei auf irgendeiner fernen Autobahn ein unerklärlicher Rückstau rostroter Reisebusse entstanden, scheint sich selbst der sonst nie enden wollende Touristenstrom auf der Oberen Brücke etwas auszudünnen. Bamberg im Herbst kann melancholisch sein. Gerade war es noch Sommer und die Stadt barst schier vor biergetränkter Lebenslust. Jetzt atmet sie aus, wird brüchig wie alter Brokat und zieht sich bei Schmalzbrot, Zwiebelkuchen und jungem Wein in sich selbst zurück. Nicht mehr lange und die träge auf dem Ludwigskanal schwimmenden Ahornblätter werden mit funkelnden Pfannkuchen aus Eis ihren Platz tauschen. Noch ein letzter Café im Freien…dann können’s von mir aus die Buden für den Christkindlesmarkt aufstell’n.

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Reise nach Kythera 9 – von staatlichen Interviewverboten, 1237 Kurven, babylonischen Radiogewohnheiten, goldenen Ikonen und renitenten Bankautomaten

Agia Myrtidiotissa, Schrein der Madonna im Myrthenbusch

Agia Myrtidiotissa, Schrein der Madonna im Myrthenbusch

Oh happy land where they build houses as they would be just shadowwalkways to protect too timid people just before another pale beast called sun.

Where waves of purple ev’ning’s wings do herald, and moon does not mean scary night but pleasure pure.

Where wild goats grazing jagged hills, and Zephyr his moods can run free.

Where Venus shines much brighter than there in the foggy north, and pure Azur up to the horizon is all wide open sea.

Es mag jetzt zwar gruslig verzopftes Englisch sein, aber es passt hierher. Einem Land, wo einem als kleine Aufmerksamkeit der Chefin tatsächlich zum Logharithmos (der Rechnung) Milch und Honig in Form von gefrorenem Ziegenjoghurt und Fatsourada in einem Restaurant nahmens Zephir serviert werden. Hört sich jetzt seltsam an, aber Fatsourada ist hier keine Bohnensuppe, auch wenn’s auf den ersten Blick tatsächlich etwas danach aussieht, sondern es sind halb gedörrte Trauben, die so lange in Honig eingelegt werden, bis sie ungefähr die doppelte Größe haben und garnichtmehr nach Trauben, sondern dem berühmten Thymianhonig der Insel schmecken.

So getröstet bin ich denn auch heute nochmals zum Nationalheiligtum der Kytheraner aufgebrochen…vielmehr zu beiden. Zuerst die Fortezza in Hora…den Gang hätt ich mir aber spaaren können, denn das Kultusministerium hat offiziell sein Veto gegen mein Interview mit seiner Archivleiterin eingelegt…Gott weiß warum, is aber so, und damit gut…Die Infos, die ich brauch hab ich auch so, wenn auch eher hintenrum und durch die Kalte Küche über andere Personen…

…Denke wie ein Byzantiner, handle wie sie, heirate sie, beherrsche sie…einer der Venieri, die hier jahrhundertelang das Sagen hatten und deren Wappen ich mir heut in dem kleinen Museum im Pulvermagazin angesehen habe, soll sowas ähnliches mal sinngemäß gesagt haben, und es stimmt bis heute…Ich hab’s jetzt erstmal beim denken und handeln belassen, das genügte…

Ebenfalls leicht „byzantinisch“ im Sinne von „unnötig kompliziert“ gestaltete sich heute mein notwendiger Bankgang. Da wir in Diakofti keine Bank haben (keine Ahnung ob es eine in Avlemonas gibt, ich denk aber nicht…) muss ich zum Geldholen entweder nach Hora oder Potamos (Supermarkt wäre einfacher, davon gibt’s ca. 9 3/4, für knapp 4000 Inseleinwohner…den Minimarkt in Diakofti, der nur in den Monaten Juni bis September offen hat nicht mitgerechnet). Anders ausgedrückt: der Gang zum Bankomat will äußerst gut überlegt sein, denn es liegen jedesmal ca. 21,5 Kilometer oder 330 Kurven.

Spaßeshalber habe ich heute auf der Strecke nach Hora mal mitgezählt. Nach Potamos wären’s wegen der neuen Straße und dem etwas weniger zerklüfteten Gelände sicher etwas weniger – aber da wollt ich ja (zumindest anfangs) garnicht hin… Macht – moment – nach Adam Riese ca. 15,4 Kurven auf einem Kilometer und ungefähr eine gute dreiviertelstunde Fahrt – und das auch nur, wenn gerade kein Bauer oder Ziegen, oder Truthähne (das war heut neu, und die Biester sind echt extrem schwer von Begriff!) auf der Straße unterwegs sind. Dazu ein Höhenunterschied von etwa 600 Metern. Wer sich jetzt fragt, wie um alles in der Welt man 15,4 Kurven (und ich habe äußerst großzügig gezählt und die ganzen Minischlenker unter 50 Meter Länge weggelassen) auf 1 Kilometer unterbringt, sehe sich nochmal meine Aphorismen zu kytheranischen Straßen an. Wer’s nicht glaubt, mög selber herkommen und es selber ausprobieren 😉

Dumm nur, dass wir diesmal einen etwas größeren Stromausfall hatten, und daher auch beide Bankomaten in Chora außer Betrieb waren…

Also weiter nach Potamos! Sind ja nur ungefähr 200 Kurven, ca. 15 Kilometer oder eine gute halbe Stunde Autofahrt mehr…Aber wen interessiert das schon, wenn die Landschaft um einen herum so herrlich ist…Das ich es heute etwas eilig hatte, weil ich leichtsinnigerweise ein paar Schweizern versprochen hatte, sie in Avlemonas zum Mittagessen zu treffen (natürlich wollt ich sie auch gleich ein wenig ausquetschen, was denn so ein normaler Wandertourist (die Gattung ist recht neu auf Kythera) über die niegelnagelneuen Wanderwege und den beginnenden Öko-Tourismus auf der Insel halten…) erwähn ich jetzt besser nicht…Eile ist etwas, was auf der „Insel der Seligen“ nur sehr, sehr bedingt funktioniert, und dass man besser daheim in „good old Germany“ lassen sollte.

In Potamos angekommen, ging auch da der Automat aber auch nicht…jedenfalls nicht so, wie er sollte…Entweder ich war zu dusselig für das Ding oder das Ding war zu dusselig für mich – Der jahrtausende alte Konflikt zwischen Mensch und Technik eben – Und bevor der Bankomat auch noch die Karte schluckt, und weil ich dann doch ganz gern etwas Bargeld dabei gehabt hätte (je nach Jahreszeit und Taverne ist es hier manchmal ein bisschen schwierig mit Karte zu zahlen…)  hieß es wieder zurück nach Chora. Vor allen an Tagen mit Stromausfall…)

Also nochmal 200 Kurven, 15 Kilometer und eine gute halbe Stunde Autofahrt…nein es war diesmal etwas mehr, ich hatte Pech und ein Bauer fuhr gerade irgendwas in der Gegend herum…

Beim Kloster von Panagia Kakopetriotissa bei Manitochori – Dem Ort der kytheranischen Variante von Romeo und Julia – noch ein schnelles Stoßgebet, und siehe da, es klappte endlich! Dumm nur, dass mein Tank inzwischen beinahe leer war und ich gleich danach wieder zurück nach Potamos zum tanken musste (ja liebe Kytheraner und Kytheraliebhaber, es gibt auch eine Tankstelle in Livadi und ja auch in Karvounades ist eine, und wenn ich mich richtig erinnere gib’t irgendwo in Chora auch eine…aber die sind alle 10-20 Cent teurer als in Potamos! und bei 1,96 statt 1,85 pro Liter (oh gelobtes Deutschland mit deinem superbilligen Benzin!) überlegt man dann schon ob man die 15 Kilometer Umweg fährt…

Inzwischen hatten auch noch meine Schweizer abgesagt – sie hatten die Strecke von Avlemonas hinauf zur Kapelle Agios Giorgis (hl. Georg) und zurück nach Avlemonas unterschätzt, würden aber vorschlagen, dass wir uns dort erst heut Abend treffen sollten – Danke Panagia Kakopetriotissa! – auch wenn ich den leichten verdacht habe, dass es den zweien auch so ging wie mir und sie, einmal da oben angekommen, sich einfach nicht mehr von dem herrlichen Rundblick und dem Zauber des Ortes loslösen konnten, an den schon seit über 4000 Jahren Menschen pilgern. Man hat dort- wie oft auf der Insel- direkt bei der Kapelle ein kleines, aber sehr feines minoisches Höhenheiligtum ausgegraben über dem dann ein mykenisches, hellenistisches und griechisch-römisches Heiligtum errichtet und schließlich eine frühbyzantinische Kapelle errichtet wurde (Es soll dort immer noch ein Fußbodenmosaik aus dem 6. oder 7. Jahrhundert geben, leider ist die Kirche fast immer verschlossen), über der dann der heutige Bau errichtet wurde – wer einmal dort war, weiß warum…

Da ich nun also unerwartet mehr Zeit hatte, bin ich dann doch nochmal nach Agia Myrtidiotissa und nahm dazu sogar die neue „Autobahn“…und da ich dann eh schon auf dem halben Weg nach Mylopotamos, dem Wasserfall, dem Byzantinischen Fort, der Britischen Schule und der Venezianischen Festung (ich wollt eigentlich nur gschwind nachschauen, was da läuft…Resultat war Wanderweg Nummer 3 mit 400 Metern Höhenunterschied auf minimaler Strecke, geschlossenem Café (ich glaub ich schaff das in meinem Leben nicht mehr unter den berühmten Platanen von Mylopotamos einen Café Freddo zu bekommen…) und gefühlten 45° im Schatten (32° waren’s real, die Felswände halten im Herbst gnadenlos die Hitze). Aber ich will nicht klagen, der Ort ist einfach zu schön, und der kleine Garten rund um die abwärts von Mylopotamos gelegene Wassermühle lohnt den Besuch allemal. Bis nach Kalami runter bin ich diesmal allerdings nicht, der Weg zurück war mir bei der Hitze einfach zu anstrengend.

Irgendwann waren dann meine 1000 Kurven pro Tag aufgebraucht . Alles in allem waren es heute 1237. Selbst in der nicht ganz kurvenarmen Bamberger Altstadt wär ich damit vermutlich mindestens 2 Wochen beschäftigt gewesen…

Noch viel lustiger als Kurvenzählen war aber das Sprachengewirr, dass man dabei im Radio zu hören bekommt. Jede Kurve ein neuer Sender, jeder Hügel eine andere Sprache…Ich bin noch nie so schnell von Italien über Albanien und Serbien in Griechenland, der Türkei und (ganz im Süden) irgendwo in einem nordafrikanisch-arabischen Land gewesen! Dazwischen gab’s etwas das sich anhörte wie Russisch oder vielleicht doch Bulgarisch? Und dann waren da auch noch (keine Ahnung woher das nun wieder kam) ein paar Brocken Deutsch (vielleicht Radio Vatikan?) und irgendwas was sich anhörte wie eine Mischung irgendeiner halbverschluckten Romanischen Sprache mit Arabisch (Maltesisch?). Dazwischen gab’s dann noch auf Radio Musikbox (Ich liebe diese Tautologie!) englisches Programm mit den besten 50er Jahre Bigband Schlagenr (darunter mein Liebling: why art thou not like other man and bring me money!). Mein griechischer Tageshit war dann aber der Hopala-Song. Das ganze Lied besteht eigentlich nur aus Hoppala’s und Wörtern die sich darauf reimen…Einfach wunderbar wenn man gerade steil bergab die 20. Sichelnadelkuve am Stück nimmt, einen dabei zwei besonders tiefe Schlaglöcher ordentlich durchschütteln und zum Abschluss des Manövers urplötzlich ein Pickup den Weg blockiert!

Abends waren dann nochmal ein paar Kurven (ich schätze hin und zurück um die 300) zum Abendessen nach Avlemonas angesagt. „Meine“ Schweizer waren wundervoll, haben mir nicht nur sämtliche Fragen beantwortet, sondern mich gleich noch zu einem mehr als feudalen Abendessen unter Lampiogns am wundervollen Felsenstrand von Avlemonas eingeladen – Danke!

Gerade nehme ich noch einen kleinen Schluck von dem leichten, roten Wein der Insel. Ein älterer Herr und begeisterter Hobbywinzer, der lange in Deutschland, Italien, Australien und in mindestens einem halben Dutzend weiterer Länder gelebt hat und jetzt wie viele andere auch seinen Lebensabend auf der Insel verbringt, hat ihn mir gestern in einem kleinen Plastikanister mitgegeben. Ich hatte mich mit ihm ein wenig über die Landwirtschaft, das Wetter und die Menschen unterhalten und nachdem wir das erstmal auf Griechisch, dann auf Englisch und schließlich Italienisch versucht haben (in allem war er deutlich besser als ich!), haben wir dann irgendwann festgestellt, dass wir unser Gespräch, das längst zum Interview geworden war, eigentlich auch in Deutsch fortsetzen könnten. Selten ist das hier nicht, da sehr viele Kytheraner für kürzere oder längere Zeit im Ausland waren, oder dort aufgewachsen sind, viele – vor allem jene, die aus der Diaspora „heimgekehrt“ sind – verfügen über einen oder sogar mehrere Universitätsabschlüsse und es ist alles andere als selten, dass man mitten in einem gespräch plötzlich feststellt, dass das Gegenüber ein gefeierter Journalist oder Universitätsprofessor an einer Elite-Uni ist. Bei Interviews ist das mitunter etwas schwierig, weil das Gegenüber meist sehr genau weiß, wie das funktioniert, und daher ganz schnell auch den Spieß umzudrehen weiß…Aber ist denn das, was man selbst gefragt wird und darauf antwortet, nicht mindestens genau so informativ, wie das, was man selbst wissen will?

Und nein, für  den Wein bezahlen durfte ich natürlich wieder einmal nicht – nicht das die Kytheraner keinen Geschäftssinn hätten, sie sind sogar dafür berühmt, aber sie haben eben auch sehr viel Herz. Als Deutscher hat man da ganz schnell ein schlechtes Gewissen und fragt sich, warum das eigentlich bei uns nicht so funktioniert – na ja, manchmal schon, aber eben wesentlich seltener als hier…

Der Wein gleicht übrigens ein wenig dem, was wir in Schwaben „Schiller“ nennen würden und ist für südgriechische Verhältnisse erstaunlich fruchtig und leicht. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das leichte Schaukeln, dass ich gerade spüre, kein Nachbeben sondern einfach nur der Alkohol und mein durch das ganze Herumgefahre leicht gestörter Gleichgewichtssinn ist…

Giassas!

Kytheras Roter Platz

Kytheras Roter Platz

PS: Hier als kleiner Nachtrag noch ein Bild vom „Roten Platz“. Im Kloster selbst (das „kleine weiße Ding im Hintergrund“) sieht’s Gott sei dank aus wie immer – ein kleines Blumentopfgartenparadies mit faulem Streichelkater, nummerierten Gästezellen und goldglänzenden Ikonen: Kurz das kytheranische Paradies auf Erden. Das einzig neue war die junge Hausmeisterin, die unbedingt WOLLTE das ich photographierte (in Griechischen Klöstern eine Echte Rarität!). Und das Ungetüm von Kleiderschrank (das eher aussieht als ein zu groß geratener Beichtstuhl) mit den „geziemenden“ Klamotten für das ungeziemliche Weibsvolk (sorry das ist die wörtliche Übersetzung, Mannsvolk kann garnicht ungeziemlich sein, zumindest nicht Kleidungstechnisch ;-), ist inzwischen in eine Nische gerückt worden und soweit ich sehen konnte, gibt’s auch das mehrsprachige (inkl. handgezeichnete Comicversion) Schild nicht mehr auf dem Gott und die Heilige Jungfrau mahnend auf leichtbekleidete Frauen blicken.

Eigentlich schade drumm…, vielleicht ist’s ja auch nur zur Generalüberholung für die nächste Saison…oder sollte sich im heiligen Myrtidiotissa  (heilig, wirklich, mit echtem Gold, und Diamanten!, fast so heilig wie die Madonna Nikopeia in Venedig!) tatsächlich sowas wie ein „liberaler Geist“ breitgemacht haben und Frauen neuerdings in kurzen (!) Hosen herein dürfen…eigentlich nicht vorstellbar…oder?

Lasst’s Euch schmecken…ich hatte heute Lamm (weil grad zuviel davon da war) und selbstgebackene Cookies, und komisch schmeckendes Kranzbrod, und Ölbrot (das ist eine Geschichte für sich) und Kuchen war nach meiner Rückkehr auch noch da (Ich bin zwar anderer Meinung, aber meine Zimmerviermieterin  erklärte mir heute, ich sei hoffnungslos unterernährt! Ich liebe diese Art freundlicher Besorgtheit (Gastfreundschaft wäre hier ein viel zu schwaches Wort), auch und gerade weil sie manchmal sogar die Realität überwindet oder in – nicht ganz ernst gemeinte – Überlegungen mündet, ob man nicht an der einen oder anderen entfernten Nichte als Ehefrau interessiert sei ;-)).

Im Bamberger Sand zur Kerwa 2013

S-Kerwa 2013

S-Kerwa 2013

„Scheiß drauf“ es macht Bum und ist Kerwa!

Schwarzgelbe Security die eifrigst die Einbahn bewacht, denn das Falschwählen ist hier verboten, so wie (fast) alles hier. Hier heißt Bamberg!

Durchfahrt frei nur bis 11, Aufenthalt nur auf Wegen, Alkohol an der Luft ist verboten, für den Lieferverkehr ist aber frei, aber eigentlich ist Parken nur von 8 bis um 12 und nach 9, frei für städtische Angestellte mit Ausweis ist meist auch, oder nicht?

An den rotweisen Barken zum Paradies tönen Schwanengesänge testosteronausgefüllter Prachtbullen vom Lande. Bayrisch Leder in wildbambibraun, made down in Bangla Desh. Und die altfränkische Tracht?

Gibts beim Schützenumzug! Schallala und scheiß drauf, es ist Kerwa und Senioren mit Kindern in Plastikdummdirndeln mit echt Plauener Ätzspitze fühlen sich (noch) nicht in ihrem tiefsbürgerlichen Sicherheitsempfinden gestört. Ich schon, von den Senioren und den klebrigen Kindern mit schwarzroten Liebesäpfeln an neongefärbten Dirndeln, testosteronschwangere Burschen vom Lande sind mir vertrauter, Jungesellenabschiedstraining in der Gastro härtet diesbezüglich ab!

Gradeaus kokelnd Bratwurstbetrieb. Echte Coburger gibt’s nur noch hier.  Noch mehr Testosteron, noch mehr Land, noch mehr Jung, noch mehr Volk, noch mehr Hip und auch Hop, noch mehr Busen, noch mehr Leder und Neon und Waden und Dirndl und Bum: Auch das Sandmädchen trägt Polyester.

„Ich glaab nôch der duads aa nimmä long, middn nai in die Scherm!“ Mitfühlend ist sie ja, die Bamberger Jungjugend und kaut dabei zweierlei Sorten Langós mit Zucker und Zimt und mit Knoblauch und Speck.

„Host noch gheert, s war doch noch a Mortschlächerei“ – Warum „doch“ denkt mein Hirn und denkt gutschwäbisch: Drauf geschissen, ich lebe ja noch und ich sauf! Denn die Kerwa, ja die Kerwa ist schließlich nur einmal im Jahr, auch wenn das bei fünf Kirchen im Blick, Fisch-, Wein-, Kanal-, Bier- und Austraßenfest und den anderen 600 jährlichen Dauerevents längst nicht mehr stimmt.

Und das Blut, und das Bier, und den Wein, und die Zwiebel, und die Heimat, auf die Madla und Burschn, auf den Hahn, und den Schlag, und die Musi und Trachten, Krüge hoch!, und die russischen Eier, und die Bratwürst, und as Lager, noch a U, und a Radler, und die Kaiserin Kunigund, und den Heinrich, und as Rathaus, Klein Venedig mit Illumination, und die Fahnen am Kranen ganz in rot und in weiß und in blau.

„Und es sin nach hald alls lauder Verrüchde! S’is noch hold nimmä so, wiäs môl woor, und miä gängan noch gaa nimmä hin, höchschdns schaun!“

Vor der Au sperren Alphörner den Weg. Eine Blonde in zünftig gelackten Ballerinas blickt mich an. Ertapt und fotografiert für die Ewigkeit nicht für’s Netz nur für  privaten Gebrauch, Feind hört mit!

Hinter ihr steht der Notarzt, Präventiv wie (fast) alles im Land. Noch zu früh, viel zu früh für noch für Schlägereien, und den Terror, und die Panik und die Vergewaltigung…die gibt’s erfahrungsgemäß nur bei gutem Wetter, und erst nach Mitternacht, und im Suff, und nur durch dunkelhäutige Menschen mit Migtationshintergrund…alles klar?

Und unser Frankenland es lebe hoch! Und die Jungen im Dreck, und die Kotze am Boden, und die Wildpisser und potentiellen Gefährder ganz hinten in dunklen Ecken.

Noch zu hell für die Schlampen auf Wahlfang, und die mordenden Gondeln, und das unökologische Feuerwerk (is as ned immä wiedä soooo scheh?). Und die stechenden Fischer, und die leuchtenden Lichter, und die funkelnden Augen, und die Zuckerwatte in Justins Haar und den Fisch, heute grün, leicht geräuchert und vom Hering.

Man möchte es eigentlich sagen dieser Dame, dass die hauteng um Celluliddis geschlungenen  Jeans ab drei Zentnern gutostfränkisch-steigerwälder Überspeck durchaus von Nachteil sind. Doch es ist Kerwa, ihr netzförmiges Neontop ist noch schlimmer und außerdem: Sieht Man(n) denn selber in Buisnesshemd Gröe 46 und mit Hosen um die 60 besser aus? Eher nicht!

Dreh dich um, kennst mich, ach ja doch, und wie geht’s, ja doch gut, und man selbst, ja man lebt, und die Eltern, ja doch auch, und Beruf, alles gut, und die Liebe, ach man lebt, und überhaupt schlechten Leut geht’s ja immer gut. Aber wie du nach heist weiß ich nimmä!

Hier, hier, nur hier gibt es Bratwürst…die mit Ausrufezeichen! Eine Hand ganz in Rot warnt am Schlidpfosten laut vor Gefahren von Geisterfahrrädern. Die Sicherheitswacht schläft nicht…nicht in Bamberg, und erst recht nicht zur S-Kerwazeit, weil es könnt, ja es könnt wirklich was passiern, Gott allmächt!

Auf der Mauer ein Paar, sehr versunken in sie gibt er sich Liebe hin, oder ist es nur Sex?  Andre gaffen im Neid, noch nichts selber geschossen, und ich lächle und denke nur: Mut!

Neben mir zwei gepimpte in Muskelschweißhemden von KIK!

„Bist nach abbä aa subbä aufgebumbd“

„Allmächt, ma duud  hold wos ma noch konn!“

Ich will ficken, sagt sie und taucht ab.

Kinderwoochngewühl auf der Brüggn, Klaana Bieschdä, und Handtaschn im Escher-Gedächtnißlook. Selbstverständlich umklammert…die Rumään köndns sonst klaun!

In der Nase läuft einem von Karamel, und am Himmel, am Himmel da hängen die Herzen aus Lebkuchen, nicht aus Marzipan! Alles rennt, alles schiebt und es drängt mich hindurch, wohin denn, drauf geschissen es ist Kerwa! Über Mir unter Sonne sind Wimpel und ganz tief mitten drinn, mitten drinn dort im goldenen Schnitt nur 3,80, Nicht mal 4 für ein Maß, Tempo 30 verdammt!

An der Ecke in Kinderarbeit: Festabzeichenverkauf…Mutter nervt, das Kind heult, Vater tut, als gehöre er anderswo hin, nach Mallorca vielleicht, oder doch nach Kambodscha?

Erste Glühbirnenschatten im Wasser an den Ufern die Haifischbar, mit drei Kumpels ein Bier hinterm Rattanzaun dazu ganz sanft das Geknatter von im Wind aufgeschnatter Rentner.

Es gibt fünf oder zehn Süßzeugsgestände, aber wir kaufen hier, hier wo sie IHRE zuckergesüßten Kracherlesmandeln einkaufen will. Nicht die schlechten von drüben, sondern die, die beim Essen ganz sicher die die Zähne ausreißen! Ich Depp stehe mit an, bin solidarisch, so wie all die andern, zwei bis drei Stunden lang sicher – Mandeln sind aus! Drauf geschissen und notiert: Nächstes Jahr keine Freundin im Sand!

Weiter hinten hat wegen des längst überfälligen Fettabscheidereinbaus der Pelikan zwangsweise Urlaub. All der Stuck, und Substanz und die Pflanzen müssen weg, schon am 19. mitten drinn in der Kerwa kommt der Bagger, gottverdammt! Und am Haus gegenüber is fei geschmückt!

Auf dem Schreibtisch daheim liegen Bücher, und zum Frühschoppen zwei halbe Maß und ein Radler und 4  Weißwurst, und süßer Senf, zwei Servietten, 10 Freunde und ja, auch ein ganz kleines bisschen Volksnähe im Suff.

Auf der Bühne ein Hühne mit Frau, schlechter Reim. Neben dem Klo gibt’s Fanartikel und CDs.

Glotz net blöd, wer ist Zoo und wer draußen? Die japanische Touristin im Kakitarnkleid schießt schnell ein Photo von so unglaublich viel echt deutschländerischem Gorillabrauchtum. Krüge hoch, draus gesch…denn die Kerwa, ja die Kerwa, die ist schließlich nur einmal im Jahr, auch wenn’s  das bei Fünfkirchenblick, Fisch-, Wein-, Kanal-, Bier- und Austraßenfest und den all den andren gefühlten 652 Events längst nicht mehr stimmt! Letzen Monat DIE allererste erschreckende graue Wimper. Frau Kasamoto aus Tosashimizu hat recht, auch ich bin nur ein Silberrücken laut Facebook!

Ich bin glücklich und nass, und vom Himmel tropft Regen in Scharen. Nicht als Hunde und Katzen tropft er dieses Jahr, nein, es regnet verhagelte Zahlen. Statt 100.000 nur 52 im Nasskalten nichts und nicht einer ist Wurst oder hält wenigstens eine Maß in der Hand, auch nicht für 3,80!…

In der Gasse am Stand leere Gesichter, entgangene Gier und verscheuchter Profit. Mutter Natur kann sehr grausam sein und all die Burschen und Madln, sie tuen mir Leid, wirklich Leid richtig schmerzhaft und ich Kaufe die Maas und zahl sogar Pfand, und ich trinke, ja ich trinke das eiskalte, wässrige Bier, hier im  Regen der mir hinten den Rücken abläuft.

Mir ist kalt, meine Zehen quietschen im Schuh. Nur schnell heim, aus dem Nass! Meine Beine sind Gummi und mein Weg ist ein schlammiger Bach und ein See. Eine letzte gebratene Zwiebel nur noch, eine nur! und dann raus aus den modernden, nadelgestreiften Hosen. Lederhosen sind kurz, und mit Spritzklappenschutz!

Vor dem Licht aus dem Stand fahle Lippen. Nicht nur Bier, noch was andres ist drinn in dem unterernährten Kerl mit den blassgrünen Augen. Geht mich alles nichts an, und ich will keinen Stress, nicht heut Abend und morgen, Kerwa ist, ich bin selig,  und sie ist – Gott sei Dank – nur einmal, dann ist Schluss, ob nun mit oder ohne das Hochfeuerwerk, drauf geschissen, noch a U und seid’s nett, ruft dem Kerl noch den Notarzt!

Kerwazeit = Krapfenzeit!

Knui- und Fenschdrkieachle, Auszogne, Schmalznudel, Langos, Hut-, Hochzeits- und Kerwakrapfen, Pfannkuchen, evangelische und katholische Kiachle…

Ob herzaft mit Schmand, Käse, Paprika und Knoblauchsauce, süß mit Vanillepudding, Rosinen, Puderzucker und Marillenmarmelade oder einfach pur – Auch wenn sich heute nicht mehr unbedingt am Durchmesser des goldgewandeten Kreises aus Hefeteig ableiten lässt ob die Schöpferin bzw. das dazu notwendige Knie katholisch oder evangelisch war (die breiten nach oben gewölbten sind die katholische, die eher schmalen, nach unten gewölbten die evangelischen) und man selbst im tiefsten Oberfranken statt gutgefetteter Frauenknie (daher der Name: Kniekiachle) ein Krapfenstock der entfernt an die dem indischen Gott Shiva geweihten Phallussymbole erinnert verwendet wird, was wären Kirchweih, Dult, Volksfest, Kerwa, Hochzeit, Taufe und Erntedank ohne die wulstigen Leckereien mit dem zartgoldenen schmelz von echtem Schweineschmalz und dem bibelseitendünnen Innenleben!

Eine fröhliche Kerwazeit und lasst’s Euch schmecken!

 

Und für alle, die noch nicht wissen wie man sie macht:

Man bereite je nach gewünschter Anzahl (1 Kilo Teig reicht ca. für 10-12 Kiachle, bei spaarsamen Schwaben auch für ein paar mehr 😉

einen sehr feinen Hefeteig mit etwas Butter zu, lasse diesen mit einem sauberen Küchentuch zugedeckt, sehr gut an einem warmen Ort ziehen (am besten über Nacht auf dem Kachelofen oder in einer sommerlichen Dachgeschosswohnung). Knete ihn anderntags nochmal kurz durch (nicht zu fest!), trenne ca. faustgroße (bei Männerhänden auch etwas kleiner) Portionen ab, forme diese vorsichtig in mit Schmalz vorgefetteten Händen zu Kugeln und lasse diese nochmals auf einem mit Mehl bestreuten Untergrund ca. 1/2 Stunden gehen.

Währenddessen in einem möglichst großen Küchentopf Schweineschmalz (nur im allerhöchsten Notfall tut’s auch ordinäres Speiseöl, aber der Geschmack ist dann ein absolut anderer!) auf ca. 170-180°C erhitzen (dauert ne ganze Weile, wer kein Thermometer hat, kann versuchsweise ein kleines Teigstück mit der Dicke des Kiachlesrandes in das heiße Fett tun, wenn es nach ca. 1 Minute goldgelb ist und innen nicht noch roh, stimmt die Temperatur)

Das Originalrezept für Knuikieachle sieht am Ende der Ruhezeit das Formen über gut gewaschenen, möglichst enthaarten und mit Schmalz gut eingefetteten Knien vor (ersatzweise genügt auch ein Krapfenstock, allerdings ist das Formen der Kiachle darauf deutlich schwieriger), ganz mutige können auch die Freihandvariante wählen, allerdings benötigt diese einiges an Übung. Ziel ist es, eine möglichst dünne und große Innenfläche mit einem kreisrunden, nicht allzu dicken Rand zu versehen, ohne dass die Kiachle reißen. (wer am Fett spaart hat’s schwerer!).

Die fertig Ausgezogenen Kiachle sofort ins heiße Fett geben und goldgelb ausbacken, dabei mit heißem Fett übergießen und nach ca. 3/4 der Zeit Wenden (die Unterseite braucht immer etwas länger) . Die fertig gebackenen Kiachle kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Zutaten der Wahl noch warm servieren!

PS: Die ersten Kiachle gehen grundsätzlich daneben! Kein Grund aufzugeben! Und mit etwas Geschick bekommt man ganz schnell auch den Dreh für Hutkrapfen, evangelische und katholische Heraus (den Spaß überlass ich aber Eurem Experimentiertalent!).

 

Hutkrapfen mit Puderzucker

Hutkrapfen mit Puderzucker, Seitenansicht

klassisches /r (halbkatholisches) Knuikiachle, Krapfen, Pfannkuchen, Kerwakrapfen, Langos etc. mit Puderzucker

 

Lemon Curd

Lemon Curd

Lemon Curd

Angenommen ihr wacht nach einer romantischen Sommernacht mit Freund oder Freundin auf, Euer Kühlschrank ist leer und in der ganzen verdammten WG finden sich außer ein bisschen Toast, etwas H-Milch und zwei Beuteln Earl Grey nur noch ein Klumpen Butter, drei Zitronen, etwas Zucker und vier Eier?

Und daraus soll jetzt ein herrliches englisches Frühstück werden und dann auch noch binnen 15 Minuten (Freund und Freundin schlafen schließlich nicht ewig!)

Keine Panik, das wird!

Ihr setzt in einem Topf etwas Wasser auf, nehmt euch bis es kocht die Zitronen, reibt die Schale ab, presst sie aus, gebt sie zusammen mit den Eiern, dem Zucker und der Butter (die kann man Notfalls sogar weglassen und für den Toast aufspaaren!) in eine kleine Metallschüssel (die sollte allerdings in den Topf mit dem heißen Wasser passen, ganz so einfach ist die Welt schließlich nicht!). Dann verrührt ihr das ganze im Wasserbad so lange (am besten mit einem Schneebesen, zur Not tut’s aber auch ein stinknormaler Löffel) bis es zu einer sämigen, leicht glasigen, zitronenfarbenen Masse wird (wenn es klumpt habt ihr leider etwas falsch gemacht…). Das ganze kurz in den Kühlschrank stellen, Toast toasten, Tee aufsetzten, alles enigermaßen hübsch drappieren, Freund oder Freundin wecken (man kann das ganze aber auch alleine essen!) und fertig ist euer original Englisches Frühstück mit Lemon Curd…

PS: Man kann den Curd inzwischen auch in Deutschland fertig kaufen, dann ist er aber abstrus teuer und auch nicht besser als der selbergemachte der sich – nebenbei gesagt – im Kühlschrank durchaus eine Woche hält…

Klassisch & sommerlich (fast) ;-)): Ossobucco mit Gremolata

Ossobucco mit Tagliolini und Gremolata

Ossobucco mit Tagliolini und Gremolata

Ich liebe Metzger, bei denen es noch (oder wieder) gut abgehangene und fachmännisch zerteilte Rinderfußscheiben gibt!

Wunderbares, rotes, zart durchwachsenes Muskelfleisch und in der Mitte ein weißes Knochenauge mit Mark!

Schon der Rohzustand ist verlockend.

Wenn man sich dann aber noch die Mühe macht, ein wenig Wurzelgemüse, Petersilie, Tomaten (wenn man gerade mal wieder nur die nichtsschmeckenden holländischen bekommt, spricht nördlich der Alpen absolut nichts dagegen die eingemachten aus der Dose zu nehmen) Lauch, Sellerie, Knoblauch, Zwiebeln und was immer der Garten sonst noch gearade hergiebt (wer mag darf gerne auch etwas Paprika, ein Paar Kartoffeln und Pastinaken reinschnibbeln, ich bin da nicht so puristisch) kleinzuschneiden, das Ganze mit etwas Rotwein, einem Hauch Zimt und 2 Nelken (ich weiß das ist auch nicht klassisch, aber es funktioniert!) in eine Reine (süddt. für Bratenform) zu geben, es 3-4 Stunden bei mäßiger Hitze schmoren zu lassen und es dann mit ein paar frisch abgekochten und mit Butter überlassenen Tagliolini und einer aus Zitronenzesten, Petersilie und Knoblauch gewiegten Gremolata (die gibt dem ganzen erst den richtigen, heiter-herzhaft südlichen Geschmack und balanciert das manchmal doch etwas schwere Schmoraroma des Fleisches perfekt aus) der erlebt das Paradies! Versprochen!

Leider gibt’s von der ganzen Herrlichkeit keine vegetarische Variante…Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass das ganze mit Sojafleischersatz auch nur annähernd funktioniert, bin aber gerne bereit dazu zu lernen!

PS: Das Knochenmark ist das beste daran…am besten man röstet es ganz vorsichtig (damit es nicht zerläuft) kurz vor dem servieren mit etwas Trüffelöl an…

Und für alle, die sich jetzt fragen, welchen Wein man zu einer derart herrlichen und gleichzeitig einfachen Speise trinkt…

Einen Italiener natürlich!

Gut passte der 2011 Cirò, ein herrlich schwerer, beeriger, leicht pfeffrig schmeckender und intensiv rubinrot schimmernder Gaglioppo von der Società Tenuta Iuzzolini in Cirò Marina der auch etwas schwerere und mit Knoblauch gewürzte Gerichte problemlos verträgt.

Buon Appetitò und viel Spaß beim Nachkochen!

PPS: Wer den Fehler im Bild findet bekommt ein etwas ausführlicheres Rezept!

Von Hungernden Sozialschmarotzern und der Kunst der Demut

„Wenn’s ihnen hier nicht passt, können’s ja wieder abhaun!“

„Alles Kriminelle, Menschenschleußer und Drogenhändler!“

„Sozialschmarotzer, Arbeitsscheues Gesindel, Assoziale!“

„Am besten, wir würden sie gleich an der Grenze abknallen, dann hätten wir die Probleme nicht…“

Ich weiß, ich neige zu schwierigen Themen, und ich weiß auch, dass man seine Mitmenschen mit sowas am heiligen Sonntag Nachmittag  eigentlich nicht plagen soll…

Und trotzdem mach ich’s , auch und gerade auf die Gefahr hin in Fettnäpfchen zu treten und Fußspuren in der Komfortzone anderer zu hinterlassen…

Warum? Warum nicht?

Man(n) muss nicht das Stereotyp vom springerstiefeltragenden Glatzkopf mit Reichskriegsbanner um die Schultern bedienen um dieser Tage die oben zitierten Kommentare zu hungerstreikenden „Assylanten“, Wirtschaftsflüchtigen und vorgeblich kriminellen Ausländer-Clans mit eigenen Ohren zu hören zu bekommen.

Die wohlsituierten Teilnehmer/innen Bayerischer, palermitanischer und athenischer Stammtische, sächsischer Kaffeekränzchen und portugiesischer Schützenvereinsumtrünke können bei einem gepflegten Ouzo, Bier, Wein, Kaffee oder Quittenlikörchen zumindest verbal wesentlich kaltblütiger als jedes SS-Rollkommando sein.

„Wir haben genug mit unseren eigenen Problemen zu tun“

„Sollen sie doch bleiben wo sie sind“

„Ausrotten…alle ausrotten…die braucht doch eh niemand“

Auch eine Form des Zweckrationalismus, und eine bei der’s den meisten noch nichtmal kalt den Rücken hinunterläuft. Seltsamerweise sind es gerade jene Gutmenschen, die Anfang Zwanzig voller Hoffnungen und Utipien in fremde Länder aufbrechen um die Welt zu retten, die nach ihrer Rückkehr in eben jenes Vernichtungshorn blasen. Clash of cultures?

Die „urmenschliche“ Abneigung gegen alles Fremde und Neue?

Ich bilde mir ein, mir nichts mehr vorzumachen. Glaubt man Archäologen und Kulturwissenschaftlern sind „Ausländer“ spätestens seit der neolithischen Revolution vor rund 10.000 Jahren für die, die bereits da sind keine Mitmenschen sondern „ein Problem“, dass es möglichst schnell zu beseitigen gilt.

Der oder die Andere gehört nicht dazu, ist anders, fremd und – er könnte ja Acker, Hof, Weib, Kind und Hund (sic!) rauben – gefährlich. Fremde sind nicht gut für Länder mit Gartenzwergen und gepflegten japanischen Vorgärten. Sie stehlen Jobs, gefährden den hart erarbeiteten Wohlstand, drücken das Lohnniveau und vergewaltigen unsere Frauen, Ziegen und Hunde…ganz egal was Schamanen, Börsengurus, Wirtschaftsweise und korrupte Clanchefs…ähm Politiker sagen…

Essen und Wahlrecht nur für Einheimische, reinrassige, blonde, blauäugige Griechen! so jedenfalls die „goldene Morgenröte“ (Ich kann nur hoffen, dass die Schamesröte auf Auroras Wangen nicht daher kommt)…

Dabei würde schon ein Blick auf die Liste der Nachnahmen der wohlsituierten Tiradenschwinger besseres lehren… Da sitzen sie mit Sack und Pack und Grill im Stadtpark, bei Bier und Mammutsteaks vom Discounter: die Schulzinskys neben den Döhnhoffs, die Armeni neben Liebermanns und die Asamasows neben den Friesens…und war nicht Alexander der Große gar kein Grieche? und war es nicht Jan Sobiesky dessen Flügelreiter „uns“ vor Wien vor „dem Islam“ retteten? Und Europa…kam sie nicht auf dem Rücken von Zeus zu uns als Ausländerin von der Levante? Stammten nicht Aeneas und Antenor aus Troja und waren es nicht die schwarzen Sklaven, die dafür sorgten, dass der gute deutsche Bohnenkaffe auch bei Müllers und Schultzes auf den Tisch kam?

Schweigend wird mir die indische Currysauce zur thüringischen Bratwurst gereicht.

Gelebtes Multikulti? zumindest kulinarisch? Alles gut?

Nicht wirklich – ein Halbsatz, den ich nebenbei gesagt viel zu oft sage, und noch viel öfter denke…Ich sei zu kompliziert, zu nachdenklich, zu unspontan, zu deutsch…aber sind wir nicht das Land der Dichter und Denker…müssen wir nicht kompliziert und grüblerisch und misstrauisch sein um die zu bleiben, die wir sind?

Well…

Ich für meinen Teil misstraue aus leidvoller Erfahrung auch zutiefst jenen, die alles Fremde und Neue neudeutsch als „challange“ und „Herausforderung“ (nebenbei bemerkt ein sehr zweideutiges Wort, auch im Englischen), „interessant“ und „spannend“ und „erregend“ und „toll“ und „anregend“ finden. Nicht nur, dass sich hinter diesen Frasen zumeist nur ein sehr oberflächliches Wissen um das oder den jeweils Anderen verbirgt, nein, diese Menschen erinnern mich an an ADHS erkrankte Kindergartenkinder, die – immer auf der Suche nach dem nächsten Sandförmchen-Kick im Schnellkurs ganze Kulturen in sich absorbieren, verdauen, sie in Form dunkelhäutiger Beachboys als Ersatzdildos missbrauchen um sie dann nach allerspätestens zwei Wochen für ein neues noch exotischeres Lustobjekt frustriert in die Ecke schmeißen und nie wieder eines Blickes würdigen.

Heute Tibet, morgen S21 und übermorgen Asylanten! Immer für das Gute, nie für das Schlechte und immer für den (möglichst fernen!) Mit-menschen! Ein Blick in manche politisch korrekte StudentInnen-WG der Gegenwart gleicht in ihrer beliebigen Zusammenstellung von Protestsymbolen nicht zufällig dem in eine noch ungeordnet im Museumskeller schlummernde barocke Wunderkammer vor ihrer restauratorisch korrekten Rekonstruktion!…

Als Kleinkind mag dieses Verhalten noch durchgehen, als Erwachsener zeugt es von mangelnder Achtsamkeit, hemmungslosem Aktionismus und in seiner Öffentlichkeitswirkung genau berechnetem Egoismus. Der Barock war in diesen Dingen ehrlicher, er bekannte sich offen zur sinnlich-repräsentatativen Charakter seiner „Kulturerfahrungen“ und kannte – von einigen seltsamen Pietisten und Devoten abgesehen – noch keine aufgeklärten Weltverbesserungsgelüste…

Das Fremde war vor allem eins: Exotisch, vielleicht auch deshalb, weil es soweit weg war?

Heute hingegen fragt man sich ob manch vorgeblicher Schützer der Menschen-, Frauen- Kinder- und Tierrechte, Gesundheitsapostel und Fitnesspapst in seinem tiefsten Inneren nicht doch nur eine Neuauflage jener Kreuzfahrer, Missionare und Prohibitionisten ist, welche dereinst die guten Sitten, das christliche Abendland und den gesunden Menschenverstand gegen teuflische Wilde und Heiden verteidigten.

Ich muss gerade an die Denkmäler gegen den Inneren Schweinehund des dänischen Künstlers Jens Galschiøt in Bonn und (inzwischen in den Bauhof verbannt und durch die Skulptur „Der Wächter“ von Markus Jestl erstetzt) in Innsbruck  und die damit in engstem Zusammenhang stehende Rede Kurt Schuhmachers vom 23. Februar 1932 denken.

Soweit ich mich erinnere trug der Sockel des Innsbrucker Schweinehunds eine Inschrift, welche darauf hinwies, dass er durch menschliche Ignoranz, Dummheit, Verachtung und Hochmut genährt und nicht gefüttert werden dürfe…

Dito…

Und nun…Heute Morgen wurde das Camp der Hungerstreikenden von der Polizei geräumt.

Waren es nicht genau jene immergleichen Bilder von Gewalt und Angst, die wir in unserem tiefsten Inneren erwarteten? Die einen befriedigt, weil sie Hungerstreikenden eh als assoziale Sozialschmarotzer verachten, die anderen glücklich weil sie mit ihnen neue Nahrung für ihren selbstbeweihräuchernden Kampf gegen das Böse in Form der bayerischen Staatsregierung bekommen?

Istanbul und Kairo sind überall…und genau das ist das Problem.

Wir leben, wie es Ulrich Beck so nett ausdrückt in einer Welt der Nebenfolgen. Alles hängt mit allem zusammen und dank Twitter, Facebook, yourube und Skype sind wir überall live dabei (oder haben zumindest den Eindruck es zu sein…). Nichts ist mehr privat, alles öffentlich, und alles damit auch bekannt, oder zumindest als bekannt vorauszusetzen.

Doch heißt – anders als manch Internet-Enthusiast sich das bis heute erträumt – ein mehr an Information keinesfalls ein mehr an Einsicht. Ganz im Gegenteil:

Für jede Information, für jeden Stadtpunkt findet im Netz auch das Gegenteil. Man muss nur lang genug danach suchen.Was hier gut ist, kann dort böse sein. Und das, was wir gerade noch als dernier cri bewunderten, gilt morgen als verdammenswert. Das Netz ist eine kapriziöse Geliebte und ein Shit-storm zum Nachtisch wahrscheinlicher als eine Mousse aux chocolade.

Auch die münchner Asylsuchenden sind in dieser mediatisierten und globalisierten Welt mehr als „nur“ hilfesuchende Menschen. Sie sind Medienereigniss, Vorbild, Schreckgespenst und Alptraum, Helden und Verbrecher, Mensch und Mythos…ob sie das nun wollen oder nicht.

Je nach Standpunkt des Bloggers, der Journalistin oder des Online-Redakteurs verändern sich die Rollen. Für den User ist alles relativ, man muss nur die „richtigen“ Informationen finden und den anderen via like-buttons, online-petitionen und Pinwand-Posts davon überzeugen.

Keine Opfer und keine Täter, keine einfachen Verallgemeinerungen, keine statistischen Mittelwerte, nur noch das informatorische Dauerflimmern von Milliarden Individualisten auf der egozentrischen Suche nach Glück und Aufmerksamkeit.

Eine seltsam unterkühlte, subjektivierte und orientierungslose Welt, die sich gar nicht so sehr von jener der (un-)bedacht fremdenfeindlichen Stammtischbrüder, Kaffeklatschbesucherinnen und dienstbeflissenen SS-Schergen unterscheidet.

Ist es wirklich diese Freiheit der totalen und damit auch relativierbaren Information, die wir wollen, brauchen wir nicht vielmehr weniger Information und mehr Orientierung, Führung und Grenzen und damit auch die damit zusammenhängenden Aus- und Abgrenzungen um nicht vollkommen beliebig zu werden? Braucht es nicht Fremdes und Eigenes um überhaupt noch einen Standpunkt vertreten zu können und müssen wir dann nicht auch akzeptieren, dass nicht alle Menschen gleich, und manche eben gleicher sind?

Ein Minenfeld, auf dass man denkend geht und von dem man ganz leicht ohne Kopf zurückkommt…

Vielleicht war es ganz richtig, dass ich heute Morgen ohne groß darüber nachzudenken Schmetterlinge aus Origamipapier an unserer Haustüre aufgehängt habe, sie sind jedes Jahr dort, bleichen aus, und werden durch neue ersetzt…schließlich sind es die sanften Flügelschläge dieser Begleiter der Seelen in die Anderswelt, der buntschillernden Begleiter von Aphrodite, Amor und Psyche, die andernorts angeblich alles vernichtende Hurrikans erschaffen.

„Πάντα χωρεῖ καὶ οὐδὲν μένει“

„Alles vergeht und nichts bleibt wie es ist…“

Eventuell sollten wir uns öfter an diese dem antiken Philosophen Heraklit zugeschriebenen Worte erinnern um zu erkennen, dass wir schon morgen diejenigen sein können, die vor Hunger, Not, Terror und Zerstörung unserer Welt in andere Länder fliehen und dort ohne alles Aufnahme erflehen müssen, aber auch diejenigen, die unterdrücken, neiden, töten und im Luxus schwelgen.

Vielleicht, nur vielleicht hilft dieses kurze Zögern uns dann beim nächsten mal bei Bier und Wein und Kaffe, Likör und Hungerstreik nicht ganz so schnell über den andren zu urteilen…Einfach ist das nicht, weder für die, die alles haben, noch für jene, die danach streben.

Einmachzeit!

Sommer im GlasEs regnet in Bindfäden.

Im Überfluss Whiskey – der Gute –  ist wieder um 20 EuroCent glasweise teurer!

Rechts am vernächtlichten Fluss, nur die Reste der Griller.

Die Besitzer verschwunden und mit ihnen auch die, die nackt baden.

Geflohen sind sie jammerfeige hinauf ins Gewärme der Ganzjahreseisdielenbuntgarnitur.

Nur Sommermonds haben es wieder vergessen beim Schankbierschluss Licht aus Laterne zutun.

Und Nebelschnee wabert bei Birken. Das Radio sagt – auf dem Weg in die Stadt – dass um Peter und Paul auch dem Roggen und Weizen die Füße abfaul’n.

Ich lächle mit Eisbärengrimm, und ich liege im Bett und ich träume: von Mitsommerfeuern und Glühmet!

Als es morgens noch immer wie abends, schalt ich in Murmeltiermodus und mummle mich zitternd ein.

Und am Mittag im immer noch fallenden Regen sammle ich all die gewordenen Blüten und ertränk‘ sie in Zucker.

22 blassgelb geschämte Gläser Gelée, dazu 5 3/16 Flaschen froschlaichgrün glitzernder Sirup.

Im Juni das Wetter November soll üben! Das was ich vom veruntreuten Sommer begehre ist eingemacht!

…und für alle, denen’s gerade ähnlich geht, hier das Rezept:

Regen

Rosen- (duftende, am besten Damaszener, englische und ein paar Essigrosen tun’s aber auch, nur ausgemachte Masochisten wählen die Hundsrose!) und Hollunderblüten, soviel man eben bekommen kann, mindestens aber je 1 großer Topf voll, weil die Mühe sich sonst nicht lohnt.

Unmengen Zucker (Für die Rosen Gelierzucker, für den Holunder normaler, brauner verdirbt den Geschmack!)

Zitronen (viele!)

Rosengelée:

Den größten Topf den man hat bis zum Rand mit ungespritzten, stark duftende Rosenblüten (wer hat Damaszenerrosen, es gehen aber auch alle anderen Rosenarten, vorrausgesetzt sie duften) füllen, eventuell vorhandene Tierchen und Grün vorher aussortieren. (nicht weil sich das optisch nicht nett macht…aber Fleischeinlagen in Marmelade sind nicht jedermanns Sache und Grünzeug hat bei Kochen die ärgerliche Tendenz leicht bitter zu werden.)

Je nach Anweisung Gelierzucker und Wasser hinzugeben allerdings ca. 15% mehr Zucker als angegeben (Rosengelée geliert da Rosenblüten kaum Pektin enthalten ziemlich schlecht, also lieber mehr, als weniger!).

Je nach Geschmack (wer’s sehr süß mag, kann’s auch weglassen, allerdings heißt das noch mehr Zucker, weil die Säure neben der Frische auch das Gelieren fördert) Zitronensaft und kleingeschnittene Zitronenzeste zugeben (auf 1 l ca. 2 Zitronen).

Ganz langsam aufkochen lasen und dabei immer mal wieder durchrühren, damit nichts anbrennt.

Nur sehr kurz aufkochen lassen!

Etwas Gelée auf einen vorgekühlten Teller geben und damit Gelierprobe machen, wenn’s geliert, alles vorsichtig (Verbrennungsgefahr!) mit einem feinen Sieb abseien und in Marmelade oder Einmachgläser abfüllen.

Spar-Tip:

Am besten man sammelt für’s einmachen alle über’s Jahr anfallenden Einmachgläser mit Schraubverschlüssen (diese Eignen sich durchaus auch für Gemüse, Kompott’s u.ä. und machen weitaus weniger Arbeit als Weck-Gläser). Damit nichts schimmelt oder seltsam schmeckt muss man diese Gläser (und die Deckel!) aber sehr sorgsam reinigen. Am besten geht das in der Geschirrspülmaschine (Achtung: Papierettiketten vorher entfernen, da andernfalls Maschine verstoppft! Gläser und Deckel nach dem Spülen nochmals von Hand mit heißem Wasser ausspülen um eventuell vorhandene Spülmittelreste zu entfernen. Sauber, trocken und kühl lagern! Ggf. kurz vor dem Abfüllen des Inhalts nochmals mit heißem Wasser ausspülen).

Im Handel angebotene spezielle Marmeladengläser sind recht teuer, und vom Prinzip her auch nix anderes als die Dinger, die man eh im Supermarkt bekommt…

Holunderblütensirup:

Sirup geht im Prinzip gleich, nur dass man den Gelierzucker mit normalem Zucker und die Rosenblüten durch Holunderdolden (die Blüten sollten möglichst ganz frisch geöffnet sein) ersetzt (auf 1 l Wasser etwa 1,2-1,5 kg Zucker).

Verzehr-Tip:

Mit etwas Prosecco, einem Schuss Soda, einer Limettenscheibe und zwei Minzblättern wird aus dem Sirup flugs der „Cult-Drink“ „Hugo“ (besonders schön sieht der aus, wenn ihr ihm einen Limetten Zucker-Rand gönnt und ein zwei Johannis- und Heidelbeeren die dann auf und abkullern ins Glas gebt)

Rosengelée MUSS auf echten Buttercroisants oder Scones oder weichen Madelaines mit vieeeeeel Süßrahmbutter oder Clotted Cream gegessen werden. Sauerteig-, Schwarz- oder Vollkornbrot geht garnicht! (man kann’s aber auch pur essen…und wenn ihr kein Gelèe sondern Sirup mögt, einfach den Gelierzucker durch normalen ersetzen und etwas mehr Zucker als Wasser nehmen)

Viel Spaß beim verregneten Nachkochen.

…und zum Saisonabschluss: Spirelli mit weißem Spargel an Zitronen-Butter Sauce

Spirelli mit Spargel an Zitronen Butter Sauce 1Johanni ist vorbei, der Spargel auch…

Zum Saisonabschluss hab‘ ich mir heut nochmal ein kleines Abendessen aus Spirelli mit weißem Spargel an Zitronen-Butter Sauce gegönnt.

 

Herrlich leicht und schnell gemacht!

 

Zutaten:

4-6 weiße Spargelstangen (gekocht oder roh) in kleinen Stücken

1 Zitrone (Zesten und Saft)

1 großes Stück Butter (ca. 70 Gramm)

1 Eßl Zucker

1 Eßl Pflanzenöl

Salz & Pfeffer zum abschmecken

 

Gekochten oder rohen Weißspargel (vorher Schälen) in kleine Stücke schneiden und mit etwas Öl kurz anbraten und auf eine Wärmeplatte zur Seite stellen

Zesten und Saft 1 Zitrone mit etwas Zucker in einer Pfanne leicht einreduzieren lassen, etwas Pfeffer hinzugeben, mit einem großen Stück kalter Butter abbinden.

Gekochte Spirelli und Spargel hinzugeben, ein, zweimal durchschwenken, fertig!