Tageshaiku 36 _ keuchende Neonleberwürste

Durch geschlossene Jalousien: Jubelschreie!
Ich öffne die Tür und sehe keuchende Neonleberwürste.
Marathon in der Stadt.

Advertisements

3 Kommentare zu “Tageshaiku 36 _ keuchende Neonleberwürste

  1. bei dem ersten Wort fehlt ein kleines „r“, oder? ich kann nicht anders, aber seit andreas l. sehe ich jogger mit anderen augen. in seiner äußeren normalität hat er wohl vielen bevölkerungsgruppen einen generalverdacht beschert.

    • oh, und jetzt wollte ich eigentlich „marathonläufer“ und nicht „jogger“ schreiben. so schnell kann’s gehen…

      • Buchstaben sind wie Eintagsfliegen, manchmal verschwinden sie einfach, manchmal gibt’s zu viel davon und manchmal sind’s einfach nur die falschen…und wenn wir schon bei Falschem sind…ich frage mich nicht erst seit Andreas L., ob es denn wirklich so normal ist, dass man auch noch seine knapp bemessene Freizeit den Göttern Leistung, Ehrgeiz und Selbstoptimierung opfert – das Leben als bejubeltes Marathon-Event, bei welchem permanent die eigenen Grenzen überschritten werden. Dass diese Fremd- und Selbsttäuschung des effizenzgetrimmten Humankapitals nicht immer gut ausgeht kann zeigt uns Katastrophe. Doch anstatt das Menetekel zu bemerken und uns den Ursachen zu widmen, beraten wir allein darüber, wie man den depressiven Mensch als Störfaktor des Profitmaximums bestmöglich eliminiert…Hony sois vor soviel verzwecktem Zynismus…

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.