Risi e bisi

P1290711Risi e bisi auch „Risibisi“, auf deutsch „Reis mit Erbsen“ gehört als Klassiker untrennbar zur Küche Venedigs und wurde traditionsgemäß am 25. April, dem Namenstag des Heiligen Markus, Staats- und Schutzheiliger der Serenissima, dem Dogen als erster Gang serviert. Neben dem ungleich berühmteren Risotto alla Milanese gilt Risi e bisi daher als vornehmstes aller Reisgerichte und wird noch heute in und um Venedig gerne zum Festtag des Heiligen zubereitet. Gleichzeitig frisch und doch herzhaft markiert das Gericht darüber hinaus den endgültigen Beginn des Frühlings, der hier durch das noch lange Zeit kalte Wasser der Lagune und den häufigen Nebel manchmal etwas länger braucht als im Landesinneren – dafür dauert es im Herbst durch das dann warme Wasser auch länger bis es wieder richtig kalt wird…

 

Was ihr für eine Protion Risi e bisi für 4 Personen braucht:

1 mittelgroße Zwiebel, geschählt und fein gewiegt

1 Tasse Risottoreis (Vialone gilt hier als Klassiker, zur Not tut es aber auch ganz normaler Milchreis (der ist nicht nur billiger, sondern mit etwas Glück sogar besser als mancher teure Risotto-Reis)

150 gr Bauchspeck, fein gewürfelt

600 gr ganz junge Erbsen (wer will kann sich gerne mit frischen abplagen, ich empfehle hier allerdings ausdrücklich Tiefkühlwahre, die ist – wenn man die Erbsen nicht direkt vom Feld bekommt – qualitativ deutlich besser und sehr viel einfacher zuzubereiten).

80 gr Butter

4 Tassen Brühe (klassisch nimmt man die Brühe von den abgekochten Erbsenschoten, heute verwenden die meisten venezianischen Hausfrauen (und- männer!) aber ganz einfach Instantbrühe (da aber eher sehr schwache, da der Schinken bereits viel Salz mitbringt).

200-300 gr geriebener Parmesan (je nach Geschmack)

etwas gehackte Petersilie

Pfeffer zum abschmecken

Zubereitung:

Zwiebel- und Schinkenwürfel mit etwas Butter glasig anbraten. Risottoreis hinzugeben und ganz kurz mit anrösten (nicht zu lange!). Nach und Nach Wasser hinzugeben und unter ständigem rühren weiterkochen bis ein cremiges, aber noch bissfestes Risotto entsteht (Risi e bisi sollte etwas suppiger als normales Risotto sein). Kurz vor Kochende (Je nach Reissorte, ca. 30 Minuten) die tiefgekühlten Erbsen hinzugeben und nochmals alles aufkochen. Gericht vom Feuer nehmen und – je nach Geschmack die restliche Butter, den Parmesan und gehackte Petersilie unterrühren, mit Pfeffer abschmecken, ggf. nachsalzen.

Buon appetito!

 

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