Von kleinen Psychospielchen und großen Posting wars…

KommentarfunktionEndlich ist es soweit: Mein erster „posting-fight“ mit einem/einer anderen User/in der Kommentarfunktion der Online-Version einer bekannten deutschen Tageszeitung. Zugegeben, dass Thema war verlockend und nach einigen „Vortests“ hatte ich meine „Versuchsanordnung“ um die provokannten Codewörter „radikal-feministisch“, „Aktivistin“ und „unseriös“ optimiert. Was mein mir psychische Defekte und Ignoranz in Genderdingen vorwerfendes Gegenüber nicht wusste: Es war Teil eines virtuellen Feldversuchs. Und ja, das Ergebnis war genau wie im Lehrbuch beschrieben: Unterminierung der Argumentation des Gegenübers durch diskriminierende Behauptungen über angeblich schwerwiegende psychologische Störungen und Traumata / fachliche Ahnungslosigkeit/Desinteresse/Vorurteilsbehaftetes Handeln des Gegenübers und/oder vollkommene Ausblendung der (außer den genannten „Code-Wörtern“)  logisch-argumentativen Argumentationsstruktur des Gegenübers zugunsten eigener ideologischer Stereotype, Verschwörungstheorien und Weltanschaungen.

Versuch gelungen!

Fazit:

Theorem des durch Stressoren (Code-Wörter) ausgelößten, potentiell desavouirenden und soziopathogenen Diskursverhaltens feministisch sozialisierter Individuen in Onlineforen und vergleichbaren medial vermittelten Kommunikationsorten empirisch bestätigt. ProbandIn durch bewusste Ansprache durch via ideologischer Vorprägung/Enkulturation/Sozialisation antizipierter Codes und der hierdurch ermöglichen Eröffnung der kommunikativen (potentiell diskursiven, von Probandin aber nicht als solche antizipierten Kommunikations-Option des afirmativen Auslebens sozio- wie psychopathogender Projektionen und der damit eng verbundenen stereotyp-aktivistischen Denk- und Handlungsoptionen dahingegend in ihrer pseudo-realistischen Wahrnehmung bestärkt , dass sie es „einem chauvinistischen Mannsbild endlich mal zeigen konnte, dass er an einer politisch absolut inkorrekten Feminismus-Phobie leidet“.

Leider liegen momentan noch keine Langzeitbeobachtungen zu möglichen pathogenen wie potentiell-autotherapeutischen Effekten und viralen wie non-viralen Solidarisierungstendenzen dieser essentiell medial vermittelten affirmativen Kommunikationsrutinen vor. Auch muss aufgrund (noch) fehlender Daten zur sozialen wie psychologischen Vorgeschichte und sozio-ideologischen Umgebungsverankerung der ProbandIn zunächst offen bleiben, ob es sich bei ihr/ihm um eine spontan handelnde Erstdisputantin oder, wie es der Befund ausgeprägt-struktuierter Desavouierungs- und Delegitimisierungsstrategien und -routinen vermuten lässt, um eine/n (semi)-professionelle (Online-)AktivistIn handelte.

Anders ausgedrückt: ich hatte einen verdammt amüsanten Abend 😉

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