Auschwitz

Auschwitz“

Das steht für die Ohnmacht, die Fassungs- und Wortlosigkeit.

Auschwitz“

Das steht für Abermillionen genommener, nichtgelebter Leben.

Auschwitz“

Das steht für unvorstellbare Greul.

Auschwitz“

Das steht auch die beängstigende Einsicht, wie leicht Menschen zu Opfern, aber auch zu Tätern werden können.

Auschwitz“

Das ist die Tat, der Ort, das Symbol, die Schuld, die Trauer, das Grauen. Da ist aber auch das Leugnen, das Nicht-wahr-haben-wollen, das Ignorieren, das Wegsehen, das Ausblenden.

Auschwitz“

Das sind die Überlebenden und die, die dem Unbegreiflichen ein Gesicht zu geben versuchen indem sie das, was davon blieb bewahren.

Auschwitz“

Das sind die, die sich erinnern an etwas Vergangenes, die die verstörende Monstrosität  des Geschehenen in ein überzeugtes „nie wieder“ und ein „einmalig“ pressen.

Auschwitz“

Das sind aber auch jene die verstört erkannt haben, das Ausschwitz kein Einzelfall war und ist und sich jederzeit wiederholen kann, weil der Mensch eben nicht nur edel, vernünftig und gut, sondern auch sich selbst und seinen Mitmenschen ein Monster ist.

Auschwitz“

Das steht für Scham und für Schuld.

Ausschwitz“

Das steht für das nicht begreifen können und nicht begreifen wollen. Für den Streit der Opfer und Historiker, die professionellen Erinnerungsspezialisten, die Touristiker und Katastrophengroopies. Und ja

Auschwitz“

das steht auch für sie, die Holocaustleugner. Jene die sagen, das alles hätte es nicht gegeben.

Auschwitz“

Das steht aber auch für Erinnerung, für Versöhnung und für einen Neuanfang der sich dem an diesem Ort geschehenen bewusst ist und Verantwortung für die Zukunft übernimmt.

 

 

 

 

 

 

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