A Poem for Dreikönig

Spekulatius (Spiced bisquits)

 

 

 

 

 

 

 

 

Dreikönig

Mein Radio übt gerade Mußestunden,
und im Roman verwesen Sommertote;
mein adoptierter Kater motzt und haart,
und vor dem Fenster hängen kalte rote Äpfel.

Die Zähne schnmerzen noch von Weihnachtsplätzchen,
mein Smartphone tankt für neue Wundertaten;
Der Frost im Garten hat vom Blumentopf ein Stück sich abgebissen,
und nur noch Müll sind sie, die schönsten Weihnachtschleifen.

Das Flutlicht für Touristen – es schließt heute früher,
mein Wasserkocher hat – schon wieder – eine neue Beule;
im Teppich fressen leise schmatzend kleine, weiße Motten,
und auf den wildgewellten Dächern schmilzt verträumt der Schnee.

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