Des Tages Aphorismus: 8

Blogpimping ist auch nur eine andere Form des altbekannten Prokrastinationsputzens, nur effektiver!

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Ohr- und Augenaussichten…

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Ohr- und Augenaussichten

Es werkelt und wackelt, quietscht, zischt und brummt, es hämmert und wummert, und bummert und kleppert und kreischt, und klatscht und knurrt…Gleich neben dem verblühten Apfelbaum, unter den anachronistischen Drahtflügeln einer vergebens auf analogen Satelitenempfang wartenden Fernsehantenne, rechts neben den grünangelaufenen Domspitzkreuzen, kurz, vor meinem Schreibzimmerfenster breitet sich – Monate schon – ein sich aus sich selbst neuerzeugendes Baustellensuchbild aus. Lebendig und laut und nicht statisch und leise wie einst auf den übergroßen Vierfarbenhochglanzdruckseiten des Kinderbuchs. Da Steigen die Schreiner über zitternde Latten, ein Lehrling vergeht sich lustvoll am laut aufheulenden Kreissägenblatt, ein leicht schwerhöriger Meistergerüstbauer werkelt vergnüglich mit Fertigstahlrohren, mit Muttern und Schrauben und Klemmen und mit braundunkelorangenen Zwischenböden, die aussehen, als seien sie gerade aus einer 70er-Jahre Schlafzimmertapete mit Prilblumen gefallen. Die Dachdecker frönen dem exzessiven Bolzennageln, ein Junglehrling reicht schließlich die Ziegel an und selbst der geistig stets etwas zurückgebliebene Nachbarskater – ein Womenizer vor dem Herrn – stellt für den Moment das vergebliche Amselgejage ein und nimt leise maunzend, manchmal aber auch fauchend den überdimmensionalen Kratzbaum samt Sonnenterrasse ein. Schließlich kann es nicht sein, dass ein solcher Aufwand für Herrchen und Frauchen und Laufenten und Hund und schon garnicht für die graugetiegerte Nachbarskatze gemacht wird. Nein, wenn sich nach 40 Jahren Verfall, Eternitplattengrau und wildwuchendem Efeugeränk jemand die Mühe macht alles schön neu und praktisch herzurichten, dann muss das alles ja definitiv für ihn sein! Was sollten Menschen auch mit einem neu eingedeckten Dach, einem sanierten Dachstuhl und einer halbfertigen Dachloggia anfangen? Eben!

Heute morgen haben die Dachdecker die Ziegel verlegt, oben am Rand und an der Seite des kleinen Daches des schwarzverholzten Anbaus fehlen noch ein paar. Trotzdem sind sie weg, und der Lastenaufzug steht plötzlich von allen Lasten verlassen und sinnlos geworden im Nirgendwo. Nachdem meine Ohren sich monatelang ganz  mühsam schon fast, aber nie wirklich ganz, an die vorgeblich lärmschützenden, wirklichkeitshalber aber Druckstellen verursachenden Wachspropfen und die heiter-verdummende Baustellenradiodauerbeschallung nicht-gewöhnt hatten, wirkt die plötzlich hereingebrochene Sonntagsruhe des Feierfreitagabendnachmittags als hätte ein plötzlicher Stromausfall alles ganz wie aus versehen geflissentlich lahmgelegt. Ich warte auf Stimmen und sehne nach Krachen von fallendem Ziegel. Nichts, Nicht mal die chronisch neugelangweilt-gestresste Altmutter des jüngeren do-it-yourself Bauherrn plärrt ihre kaltfränkischen Anfragen. Alles still, selbst der Kater hat sich lautlos und schweigend verzogen. Nur Amsel- und Grünfinkrabauken, lässt sich selbst vom schlechtleunigen Grauwetter nicht vermießen ihr Revier lauttrillernd in die Totenstille des Spätfühlingsfeitags mit arktischer Kaltluftzufuhr hinein zu markieren. Alles wartet. Am Montag, am Montag da komme sie, sie komme die Abdeckung sagt C. der freundliche Gastwirtssohn mit geistigem Handicap und schwenkt einen Turnschuh und freut sich, wie immer.

Der Wind zeigt sich verständnislos. Der unfertigen Terrasse ein leichtwirsches Planenknattern! Dann ist sie zurück und ein kreisender Motorsegler vertreibt Amseln und bringt noch mehr Touristen. Stille kann beängstigend sein.

Spring in short…

Heute noch nicht gebloggt, und gestern auch nicht?…In meine blaue Küchenschürze gehüllt fühle ich mich gerade wie das sprichwörtliche „Fleißige Lieschen“ (nicht die Blume, sondern die Dienstmagd) und frage mich, weshalb das Wort „abgschafft“ im Schwäbischen nahezu ausschließlich eine – ehrenvolle! – weibliche Zustandsbezeichnung darstellt.

Kurz, ich crossmedie (falls es das Wort noch nicht gibt, hab ich’s grad erfunden) und pack für Euch eine kleine Bildergalerie der letzten paar Wochen (mal sehen ob das jetzt so klappt, wie ich mir denk, falls nicht kommt’s in die Rubrik Mensch&Technik) 😉

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Wysteria

Wysteria

Wind&Wetter

Wind&Wetter

Wenn das nicht hilft...

Wenn das nicht hilft…

Weißen haben wir übrigens auch!

Weißen haben wir übrigens auch!

Vom Hannukabusch zum Eierbaum

Vom Hannukabusch zum Eierbaum

Überreste

Überreste

Pusteblumenwiese

Pusteblumenwiese

Balkonblumen

Balkonblumen

Der Osterhase war da!

Der Osterhase war da!

es grünt...

es grünt…

Fundstücke

Fundstücke

Kunst 1

Kunst 1

Kunst 2

Kunst 2

Meine Kräuter, meine Blumen, mein Teich ;-)

Meine Kräuter, meine Blumen, mein Teich 😉

Apfelweib

Apfelweib

...mit viel Liebe gemacht...

…mit viel Liebe gemacht…

Märzenbechertal

Märzenbechertal

bitter-sweet paradise

bitter-sweet paradise

Maikäfer

Maikäfer

Schinkennudeln

Schinkennudeln

Frühling in blau

Frühling in blau

Frühling in Apfel

Frühling in Apfel

black tulip

black tulip

Hanami

Hanami

PS: ha, es hat geklappt, meine erste Blog-Slideshow, Stolz!

PPS: Nein, das doppelgemoppel ist Absicht (Kleines Extra für die Kurzsichtigen, Slideshowhasser und Großbildliebhaber! ;-))

bitter-sweet paradise

bitter-sweet paradise

Nachdem mein Haushalt letzte Woche Nachwuchs in Form eines kleinen Cocktailshakers samt Eiseimerchen bekam, musst ich gleich mal ein wenig damit rumprobieren.

Das Ergebnis:

der

Bitter-sweet paradise!

…und natürlich gibt es ihn gleich in einer eher herb-sauren gentleman’s und in einer cremig-süßen lady’s version (auf dem Bild ist die lady’s version)

Zutaten:

Gentlemen’s version:

1 kl. Messbecher Aperol

1 kl. Messbecher Ficken-Likör

1 kl. Messbecher weißer Rum

1 kl. Messbecher Limonello

Saft von 1 Limone

5 kl. Messbecher Orangensaft

1/2 kl. Messbecher Rohrzucker

1 Eßl. Eiweiß

Zubereitung:

Zutaten in den Shaker füllen und kräftig schütteln. Mit etwas Crushed Ice in einem Tumbler mit Zitronensaftzuckerrand anrichten und mit einem Minzblatt garnieren.

Lady’s version:

1 kl. Messbecher Aperitivo (der ist nicht ganz so kräftig wie Aperol)

1 kl. Messbecher Erdbeerlimes

1 kl. Messbecher weißer Rum

1 kl. Messbecher Limonello

5 kl. Messbecher Orangensaft

1/2 kl. Messbecher Rohrzucker

2 Messbecher Creme du Coco

Zubereitung:

Zutaten in den Shaker füllen und kräftig schütteln. Mit etwas Crushed Ice in einem Martiniglas anrichten und mit einem Minzblatt garnieren.

Cincin!

Scaloppine alla palermitana

Scaloppine alla palermitana

Farfalle an Zitronenbutter, butterzarte in Rotwein gesottene Rinderschnitzelchen (lila!), herrlich geschmortes Zucchini-Melanzane-Gemüse und darüber fruchtig-würzige Orangen-Gremolata…Das perfekte Sommergericht!

Schinkennudeln mit Birnen und Gorgonzola: Einfach und lecker!

Zugegeben, Schinkennudeln haben auch in meinem kulinarischen Gedächtnis einen einigermaßen schlechten Ruf als pampiges Schul- und Mensaessen, dass es immer dann gab, wenn mal wieder was vom Vortag übrig blieb. Aber diese Variante aus Fussilli, Kochschinken, Gorgonzola, kleingeschnittenen eingelegten Birnenstückchen (alternativ kann man auch frische grüne Feigen verwenden, die gibt’s nur leider im Mai noch nicht…) und einem Hauch Safran ist einfach unwiederstehlich!

Zutaten für 2 Personen:

2 Eßl. Öl

250 gr gekochte Fussilli

150 gr Gorgonzola, fein gewürfelt

100 gr Kochschinken, fein gewürfelt

1/2 eingemachte Birne, sehr fein geschnitten

Salz, Pfeffer, einige Fäden Safran, etwas fein gewiegter Schnittlauch

Safranfäden ca. 5 Minuten in etwas heißem Wasser einweichen. Währendessen Gorgonzola, Birne und Schinken klein schneiden, und Öl in einer Pfanne erhitzen. Schinken hinzugeben und kurz anbraten. Nudeln und Safranwasser (inkl. Fäden!) hinzugeben. Gorgonzola hinzugeben und unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Wenn der Käse ganz geschmolzen ist (vorsicht, bappt leicht an!), Birnen und restliche Gewürze/Kräuter hinzugeben. Vom Feuer nehmen, und ca. 1 Minute durchwärmen lassen, servieren.

Zubereitungszeit: ca. 8 Minuten (ohne Kochen der Nudeln)

PS: die hier zur Deko verwendeten Hornveilchenblüten lassen sich problemlos essen und haben einen süß-würzigen Geschmack.

Einfach & Lecker!: Schinkennudeln mit Birnen und Gorgonzola

voluptous tulips

Nehmen wir mal an, ich wäre Gott oder – etwas weniger ambitioniert – einfacher Genetiker und ich müsste aufgrund schwächelnder Bilanzen eine Blume aus dem Hut zaubern, die in sich schlichte Eleganz, puren Luxus und laszive Erotik vereint…es würden wohl ziemlich genau ein paar panaschierte „Queen of night“  dabei rauskommen.

Als typischer, reichlich verschrumpelter und absolut falsch gelagerter Mitleidskauf (ja, auch die als chronisch geizig verschrieenen Schwaben haben sowas manchmal) im 99 Cent Discounter erworben, mit wenig Hoffnung auf Erfolg lustlos in die schon halb gefrorene Balkonkastenerde gestopft…und dann das! Christoph Weickmann* würde vor Neid erblassen!

(*Christoph Weickmann, *1617, + 1681 in Ulm, wolhabender Kaufmann, Humanist, Richter, Sammler (vgl. Weickmann’sche Kunst und Wunderkammer im Museum Ulm)  und Besitzer eines legendären Tulpengartens.)

voluptous tulips1

voluptous tulips 2