Suevia Superior slightly reloaded

Suevia Superior slightly reloaded

Oh du mai liab’s Hergöttle von Biberach, schmeiß au g’schwend Hirn rá, vor mir liegen grünsatt feistgefüttert Hügelkuppen! Im Tobel Maissillage und Molkereioutlets; und Schweinemastbetriebsamkeit. 260 Hektar Grund dazu noch Wiesen, Wald und reichlich Fisch…

Ônd wa geisch sondsch nô midd du Hurásoich? Die Hochzeit ist Geschäft und eine Schöne frisst letztendlich auch nicht mehr als ein vollschieches Weib (ônd was des ällas wiadr koschd, bloß weil der Huráseggl sich’s ganz hommldômm beim Brônnawiasle mäa idd vr’heabá konnd!). Innere Logik!

Apart tropft Schnee vom schweizergrau gestrich’nen Mittelständler, galante Winkelspiele vor barockem Weiß-Azur. Im Straßengraben ein zermatschter Igel, darüber stolzgeschwellte Kirchturmkreuze, selbstredend heimisch vollvergoldet. Nachtwächterschreie und der Leberkäs frischauf Fidelis‘! Gall, s’Gebäck koschd egrschdra wia em Allgäukrimi: Schmeißfliegen gratis.

Das Meer am Horizont nur dummer Traum, der nächste Berg mit Blitzeis steht im Jetzt und hier. Freundliches Lächeln folgt dem Städter und dem Hannomag, das Abschleppseil wirkt abgenutzt. Im Industriegebiet knallt Diskobeat, die letzte Wiese zeugt von exzessiver Gülleeffizienz. Das hochgerühmte Alpenpanorama ist vernebelt. Volltallibanbart, Gamsbusch frisch garniert mit Lederhose, sie alle wirken seltsam deplaziert.  Im Bach zwei Lachen Regenbogen, die Wasseramsel scheint es beim Eisbaden nicht zu stören.

Zur Kommunion kommt Erlaucht noch, im Frühjahr dann zum Blutritt sogar ohne Hengst! Dafür im Frack;

Ob’s Weiberreiter gibt…ma schwäzd davon. Im Kühlschrank Nonnafürzla und Vanillesoß‘, Ich fahr an Bellamont vorbei am Weg nach Hölberg buntbestickte Heilgenleiber. Der Motor hält, ich komme an und fühle mich daheim, gedankt Sankt Christoph, und der Himmelmutter und dem Hyppolyth!

Advertisements