Ghori Yoshd – die afghanische Alternative zu Schäuferla, Schnitzel und Co.!

Ghori Yoshd

Ghori Yoshd

(Gemüse-Eintopf auf afghanische Art)

Für 4 Personen:

3-4 Eßl. Sonnenblumen- oder Rapsöl

4 mittelgroße Kartoffeln

1 rote Paprika

2 mittelgroße Zwiebeln

½-1 Hand voll getrocknete rote! Berberitzen (ergeben einen fein-säuerlichen Geschmack), Vorsicht: die häufig angebotenen braunen oder schwarzen Berberitzen sind zumeist stark geräuchert und für dieses Gericht vollkommen ungeeignet.

1 Limone frisch (im Original 3-4 getrocknete Limonen)

1 Hand voll Mandeln, ungeschält

200 gr Butter (wer’s herzhafter will: Butterschmalz oder Ghee)

Wasser

4 Eßl. Madras-Curry (leicht scharf)

1 Eßl. Paprikapulver (je nach Geschmack mild oder scharf)

Pfeffer, Salz, Muskat, Zimt

1 -2 Tassen Joghurt (im Original von Ziege oder Schaf, alternativ etwas Ayran (leicht säuerlich), wenn dieser verwendet wird etwas weniger Salz hinzugeben)

Je nach Geschmack 1-2 Eßl. Semmelbrösel

1 Knoblauchzehe

1 Eßl. fein gewürfelter Ingwer

Beilagen:

Basmatireis, mit Butter und Safran gekocht

Chapatis

Zubereitung:

Die Originale Zubereitung erfolgt in einem irdenen oder blechernen Topf, welcher über Nacht in die Glut eines erlöschenden Feuers gestellt, und mit Asche abgedeckt wird. Alternativ kann das Gericht in einem Schmortopf (hierfür einfach alle Zutaten zusammen in einen Schmortopf geben und ca. 2-3 Stunden bei mittlerer Hitze (ca. 160-180°C) ins Ofenrohr geben, ggf. nachsehen ob Flüssigkeit benötigt wird , damit nichts ansetzt gelegentlich umrühren).

Die Zubereitung auf dem Herd erfolgt wie folgt:

Öl in einer Pfanne erhitzen, währenddessen ungeschälte Mandeln grob würfeln und anbräunen. Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln säubern, in grobe Stücke schneiden und in die Pfanne geben. Gegen Ende des Anbräunens fein geschnittenen Knoblauch und Ingwer hinzugeben. Mit Wasser bedecken. Joghurt, Butter (Butterschmalz, Ghee), Berberizen, 1-2 Eßl Semmelbrösel (gibt eine noch cremigere Konsistenz und spart Joghurt) und Gewürze hinzugeben.Geriebene Schale der Limone hinzugeben, Saft der Limone auspressen und hinzugeben, die ausgedrückte Limone mitkochen (alternativ kann man 3 -4 aufgeschnittene getrocknete Limonen mitkochen, diese sind in Nordeuropa jedoch sehr schwer aufzutreiben und müssen ggf. vorher eingeweicht werden). Gericht langsam einkochen lassen bis Kartoffeln gar sind. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzugeben.

Als Beilagen werden mit Safran und Butter gekochter Basmatieis (dieser sollte im Optimalfall am Boden eine leicht braune Kruste aufweisen…dies erfordert etwas Übung, auf 1 Tasse Reis kommen Tassen Wasser und ein großes Stück Butter, die Kochtemperatur sollte gegen Ende leicht reduziert werden, damit die Kruste nicht anbrennt!) und Chapatis (kleine Pfannkuchen aus etw. Öl, Mehl, Salz und Wasser) gereicht.

…so ich hoff ich hab jetzt nix wichtiges vergessen…wer will kann auch noch ein paar Karotten, Auberginen, etwas Schwarz- oder Kreuzkümmel (im Curry meistens eh schon drinn) o.ä. hinzugeben.

Guten Appetit!

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Suevia Superior slightly reloaded

Suevia Superior slightly reloaded

Oh du mai liab’s Hergöttle von Biberach, schmeiß au g’schwend Hirn rá, vor mir liegen grünsatt feistgefüttert Hügelkuppen! Im Tobel Maissillage und Molkereioutlets; und Schweinemastbetriebsamkeit. 260 Hektar Grund dazu noch Wiesen, Wald und reichlich Fisch…

Ônd wa geisch sondsch nô midd du Hurásoich? Die Hochzeit ist Geschäft und eine Schöne frisst letztendlich auch nicht mehr als ein vollschieches Weib (ônd was des ällas wiadr koschd, bloß weil der Huráseggl sich’s ganz hommldômm beim Brônnawiasle mäa idd vr’heabá konnd!). Innere Logik!

Apart tropft Schnee vom schweizergrau gestrich’nen Mittelständler, galante Winkelspiele vor barockem Weiß-Azur. Im Straßengraben ein zermatschter Igel, darüber stolzgeschwellte Kirchturmkreuze, selbstredend heimisch vollvergoldet. Nachtwächterschreie und der Leberkäs frischauf Fidelis‘! Gall, s’Gebäck koschd egrschdra wia em Allgäukrimi: Schmeißfliegen gratis.

Das Meer am Horizont nur dummer Traum, der nächste Berg mit Blitzeis steht im Jetzt und hier. Freundliches Lächeln folgt dem Städter und dem Hannomag, das Abschleppseil wirkt abgenutzt. Im Industriegebiet knallt Diskobeat, die letzte Wiese zeugt von exzessiver Gülleeffizienz. Das hochgerühmte Alpenpanorama ist vernebelt. Volltallibanbart, Gamsbusch frisch garniert mit Lederhose, sie alle wirken seltsam deplaziert.  Im Bach zwei Lachen Regenbogen, die Wasseramsel scheint es beim Eisbaden nicht zu stören.

Zur Kommunion kommt Erlaucht noch, im Frühjahr dann zum Blutritt sogar ohne Hengst! Dafür im Frack;

Ob’s Weiberreiter gibt…ma schwäzd davon. Im Kühlschrank Nonnafürzla und Vanillesoß‘, Ich fahr an Bellamont vorbei am Weg nach Hölberg buntbestickte Heilgenleiber. Der Motor hält, ich komme an und fühle mich daheim, gedankt Sankt Christoph, und der Himmelmutter und dem Hyppolyth!

Schnee

Schneeflöckchen, Weißröckchen…

Ich bin fasziniert von Schnee!

Glühwein, eine warme Decke, das heimelige Knistern des Kaminfeuers und der fröhliche Tanz der eisigen Flocken vor meinem Fenster…Auch wenn ich mich mit dem folgenden Statement vermutlich bei der Hälfte der Menschheit ungläubiges Kopfschütteln hervorrufe:

Für mich könnte das Ganze Jahr Winter sein!

Richtiger Winter! Der mit zwei Metern Schnee, minus 25 Grad, gesperrten Straßen, um die Ecke pfeifenden Schneestürmen und Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Seen ohne die nagende Sorge, dass das Eis doch zu dünn sein könnte; Kalter, vor Frost klirrender Winter, Nicht die mediteran-durchfeuchtete Dauermisere der letzten Jahre!

Bis heute treibt mir der Gedanke an nubuklederfarbene Börsengurus und zarte Röstaromen verströmende Damen der besseren Gesellschaft, die sich freiwillig der Tortur eines UV-Sonnenbades unterziehen und sich dabei auch noch nach der schweißtreibenden Hitze der Südtürkei im August zurücksehenen zarte Eissschauer über den Rücken. Lästige Zugverspätungen, das allmorgendliche Schneeschippen und die horrend steigenden Heizkosten, was ist das alles gegen das wunderbare Gefühl über frisch gefallenen Schnee zu schweben?

Wahrscheinlich ist an mir ein echter Sami, Tunguse, Inuit oder gar eine bisher unbekannte europäische Unterart des Yeti verlorengegangen.

Sicher, ein Frühlingswald voller blühender Scilla, Schlüsselblumen und Buschwindrößchen, duch die silbrige Gischt eines Viermasters springende Delphine im hochsommerlichen Azur des  Mittelmeers oder die funkensprühende herbstliche Farbenpracht der gemäßigten Zonen, sie alle haben ihren je ganz eigenen Reiz, und auch der Anblick einer seltenen Orchidee oder lianenumrankter Tempel mitten im dampfenden Dschungel gehört zu jenen tiefbewegenden Traumbildern deren Verlust das Leben sehr viel ärmer machen würde…aber an das still vor sich hin funkelde Wunder einer polaren Vollmondnacht reicht nichts davon heran!

Willkommen Schneeflöckchen und hüt mir die Blumen!

2013

wordle_2013

2013

New Year, and my conscience has spoken:

Up, up now to the front!

Not looking back and quickly broken!

Resolutions to forget identified long ago!

and do not contemplate about ,

On, on you go constantly restless! Time is impatient.